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Zug Berlin Odessa: Osteuropäisches Reisevergnügen

Mit dem Zug von Berlin nach Odessa sind Reisende mehr als 30 Stunden lang unterwegs. In landestypisch eingerichteten Kurswagen geht es nach der Abfahrt am Nachmittag über Frankfurt/Oder durch Polen.

Vorbei an Posen, Warschau und Lublin erreicht man gegen Mittag des folgenden Tages die ukrainische Grenze bei Chelm/Jagodin. Dort finden sowohl auf polnischer als auch auf ukrainischer Seite Grenzkontrollen statt. Außerdem muss der Zug am Grenzbahnhof in eine Halle gefahren werden, da wegen der in der Ukraine und Russland verbreiteten anderen Spurweite bei allen Waggons die Drehgestelle ausgetauscht werden müssen. Dadurch dauert der Aufenthalt an der Grenze gut und gerne drei Stunden.

Auch danach geht es nicht gerade rasant weiter, da die Geschwindigkeit des Zuges wegen der schlechten Schienen recht niedrig ist. Trotz des landestypischen Standards ist der Zug Berlin-Kiew regelmäßig ausgebucht, da viele in Deutschland lebende Ukrainer mit ihm in den Heimaturlaub fahren.

Da der Zug zudem nur aus Schlafwagen mit zwei bis drei Betten pro Abteil besteht, muss man im Vorfeld unbedingt reservieren. Außerdem empfiehlt es sich, genügend Proviant einzupacken, denn ein Restaurantwagen wird nicht mehr mitgeführt.

Im westukrainischen Bahnhof Kowel wird an einigen Tagen in der Woche ein Teil der Kurswagen abgekoppelt. Für sie geht die Reise dann nicht bis zum Endbahnhof Kiew, sondern an die Schwarzmeerküste nach Odessa. Auf dem Rückweg werden die Waggons dann wieder an den Zug Berlin-Kiew angehängt.

Wer sich die ukrainische Hauptstadt nicht entgehen lassen will, kann dies getrost tun, denn auch von Kiew aus gibt es regelmäßige Zugerbindungen nach Odessa. Die fast stündlich angebotenen Verbindungen sind zudem sehr preiswert. Die Reise zwischen den beiden Städten dauert noch einmal etwa zehn Stunden. Für viele Besucher ist Odessa an der Schwarzmeerküste die schönste Stadt der Ukraine.

 

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