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Zuckerrohranbau in Brasilien: Kultur erleben

Bis heute ist der Zuckerrohranbau in Brasilien ein wichtiger Bestandteil des hiesigen Lebens. Viele Bereiche der Kultur sind von diesem Lebensmittel beeinflusst, natürlich profitiert die reiche Küche Brasiliens von Zuckerrohr in erster Linie, aber auch in den Tänzen geht man auf die Traditionen rund um das Thema ein. Die kleine Stadt namens Santa Rita verfügt über eine Zuckerfabrik und die gesamte Region profitiert davon. `Usina São João` nennt sich diese Produktionsstätte, in der viele Menschen Arbeit gefunden haben.

Der Ertrag von Zuckerrohr war im 16. Jahrhundert immens geworden, man hatte zugleich jedoch auch den Beginn der Sklaverei auf diese Weise eingeläutet, denn nur dadurch konnte der Reichtum erzielt werden. Die Portugiesen besetzten das Land und erkannten schnell das weiße Gold des Bodens. Mit der Zuckerproduktion begann man recht bald, diese erstreckte sich über verschiedene Staaten wie Alagoas und Paraiba und prägt bis heute die Kultur Nordostbrasiliens.

Auch in der ethnischen Vielfalt, die hier vorherrscht, zeigt sich der Einfluss des Zuckers auf das gesamte Leben in Brasilien. Als Urlauber kann man heute die `Engenhos` genannten Zuckerfabriken zum Teil noch besuchen, die so genannten Zuckerrouten, in Paraiba sind es alleine drei, lassen sich hier erkunden. Die Plantagen-Gebäude sind zum Teil noch erhalten und bezeugen die Kultur von Damals. Der Zuckerrohranbau in Brasilien: Heute noch ein lebendiges Denkmal einer bewegten Zeit, die man auch als Tourist bei einer Fernreise erleben kann.

Quelle: derstandard.at
Bild: Ton Rulkens (Flickr)

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