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"Würste der Hölle" - Buch über Sprachpannen im Ausland

Jeder hat wohl schon mal eine kleine Sprachpanne im Ausland erlebt. Die besten allerdings, haben die meisten wahrscheinlich noch nicht gesehen. Warum man da so sicher sein kann? Weil das neue Buch "Würste der Hölle" von Titus Arnus Sprachkuriositäten aus aller Welt gesammelt, dokumentiert und sogar mit Fotos belegt hat. Da sind schon einige echte Kracher dabei.

Meist werden Redewendungen der eigenen Sprache fahrlässig mit einem Wörterbuch übersetzt, um Hinweise und Warnschilder im Ausland auszurüsten. Dann kommt es zu skurrilen neuen Wortschöpfungen, zu Sprachpannen, die können verwirren, hauptsächlich amüsieren sie aber. Eine Kirche in Frankreich z.B. bietet "Zerstäuber der Umgebungsmusik", in Kroatien läd ein Trampolin zum "Springen aus der Arbeit" ein und am Gardasee wurde das "Hundertjährige Vögelfest" gefeiert. Ob das jugendfrei war?

Auch schön sind die Speiseempfehlungen im Ausland. Schon mal "Carpaccio mit Geldstrafe des Tiers" gegessen? Schmeckt sicher mindestens genauso gut wie "Falten verrückter mit Birkenpilz und Paprika". Für nicht weniger Verwirrung sorgen Warnhinweise wie "Warnmarinestachel" oder "lausende Tiere". Gilt es auch als Warnung, wenn in China Besucher gebeten werden "Please fall into water carefully"?

Letzteres gilt laut Autor als aussterbende Sprachpanne. Er nennt es Chinglish, weil chinesiche Aussprüche einfach Wort für Wort ins Englische übersetzt werden. Nun durchforsten Polizisten z.B. in Peking die Straßen, um solche Fehler zu entdecken und zu melden. Titus Arnus kritisiert die Sprachpannen übrigens nicht. "Im Gegenteil: Die Welt wird durch die krassen Fehler reicher und unterhaltsamer." schreibt er im Vorwort. Wer also über gesammelte Sprachpannen im Ausland bescheid wissen will, der sollte mal in "Würste der Hölle" hineinschnuppern.

Quelle: Welt Online
Bild: Joe Lewis (Flickr)

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