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Winterstürme in den USA: Schwangere von Schneepflug überfahren, ihr Baby überlebte

  • arne-list/Flickr

Während in Deutschland die Temperaturen in diesem Winter eher frühlingshaft anmuten, werden die USA noch immer von heftigen Schneefällen und und Winterstürmen heimgesucht. Die Folge: Hunderttausende Haushalte sind komplett ohne Strom und es gibt leider viele Tote. In Großbritannien steht fast der gesamte Süden unter Wasser. Auch hier sind tausende von Haushalten ohne Strom.

Die heftigen Stürme in den USA und auf den britischen Inseln richten viel Chaos an. Ein ganz besonders tragischer Unfall mit Todesfolge ereignete sich am Donnerstag in New York: Eine schwangere Frau wurde auf einem Parkplatz von einem Schneepflug gerammt. Die 36-jährige Frau konnte leider nicht gerettet werden, sie erlag ihren Verletzungen. Ihr Baby überlebte jedoch durch einen Notkaiserschnitt, schwebt allerdings noch in Lebensgefahr.

18 Tote in den USA durch Verkehrsunfälle bei Winterstürmen

Laut Medienberichten sind in den USA wegen des neuen Schneesturms insgesamt bis zu 18 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten unter den Opfern seien bei Verkehrsunfällen gestorben. Zudem seien hunderttausende Menschen im Land weiterhin ohne Strom. Hoffnung auf ein Ende ist wohl nicht in Sicht: Die Meteorologen sagen eine weiter anhaltende Eiseskälte voraus. So soll der Sturm am heutigen am Freitag weiter Richtung Nordosten, nach Boston und New York ziehen. Dort wird mit etwa 40 Zentimetern Neuschnee gerechnet.

Dieser neue Wintersturm hat die Amerikaner im Süden und Osten des Landes eiskalt erwischt - im wahrsten Sinne des Wortes. US-Präsident Barack Obama hat in weiten Teilen von Georgia und South Carolina bereits den Notstand verhängt. Schon in der letzten Woche ist ein Schneesturm über den gesamten Nordosten der USA hinweggezogen. Selbst in den normalerweise sonnenverwöhnten Südstaaten sorgte schlimmstes Winterwetter für ein totales Chaos. Die teils marode Infrastruktur der USA verschlimmerte die Wetterkapriolen deutlich. Sogar wenige Zentimeter Schnee reichen aus, um Äste oder ganze Bäume auf die Strommasten stürzen zu lassen und die Stromversorgung in ganzen Straßenzüge lahmzulegen.

Überschwemmungen in Großbritannien und rund 80 000 Menschen ohne Strom

In Großbritannien spielt das Wetter ebenso verrückt. Schwere Stürme mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometern in der Stunde haben in der Nacht zum Donnerstag viele wichtige Stromleitungen gekappt. Laut Angaben der Energieversorger waren am gestrigen Donnerstag rund 80 000 Haushalte ohne Strom, in Irland sollen es sogar 190 000 Haushalte gewesen sein.

Auf den britischen Inseln galten in 16 Regionen in drei britischen Grafschaften Sturmwarnungen, die bei Missachtung Lebensgefahr für die Bewohner bedeutet hätten. Bei Räumungsarbeiten sind mehrere Menschen verletzt worden und in Manchester ist ein Mann von einer Zaunlatte bewusstlos geschlagen worden, als diese durch die Luft wirbelte. 

Aus Furcht vor den Überschwemmungen verließen viele Menschen ihre Häuser. Der Süden Englands steht mittlerweile zu großen Teilen unter Wasser. Diverse Zugverbindungen in Großbritannien und Irland wurden unterbrochen, weil Unterspülungen und Erdrutsche die Gleise zerstört haben. In der nacht waren Hunderte Fahrgäste für Stunden in einem Zug eingeschlossen, der von London nach Edinburgh unterwegs war. Wetterexperten erwarten für Grossbritannien und Irland auch in den kommenden Tagen erneute Stürme und weiterhin heftige Regenfälle. 

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