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Winterchaos bei der Bahn: Überfüllung der Züge

Das Schneechaos der letzten Wochen hat viele Bürger und Unternehmen eiskalt überrascht. Am sichtbarsten ist diese Überraschung wohl bei der Deutschen Bahn, denn aufgrund von vereisten Straßen und ausgefallenen Flügen haben viele Menschen in letzter Zeit auf die Bahn zurückgegriffen. Dies führte zu katastrophalen Zuständen auf den Bahnhöfen und nicht selten kam es vor, dass Passagiere dazu aufgefordert wurden, Züge wieder zu verlassen.

Was im ersten Moment verärgert, sollte bei näherer Betrachtung aber gut geheißen werden, denn Sicherheitsmaßnahmen werden somit offensichtlich sehr ernst genommen. Wenn der Zug zu voll ist, kann bei einem Unfall nicht vorschriftsmäßig gehandelt werden. Doch die Frage, ab wann ein Zug denn nun wirklich überfüllt ist und nicht losfahren kann und darf, steht im Raum. Eine Überfüllung ist dann gegeben, wenn eine 200%-ige Auslastung – gemessen an der Anzahl der Sitzplätze – zu verzeichnen ist. Der klassische ICE hat rund 700 Sitzplätze.

Falls ein Zug als überfüllt eingestuft wird, werden Fahrgäste freundlich dazu aufgefordert, den Zug wieder zu verlassen – gezwungen wird jedoch niemand, vielmehr versucht die Deutsche Bahn ihre Kunden mit einem 25 Euro-Gutschein dazu zu bewegen, einen späteren Zug zu nehmen. Das klappt leider jedoch nicht immer. Grundsätzlich sieht die Rechtslage so aus, dass nur Passagiere mit einer Sitzplatzreservierung das Recht haben, im Zug zu bleiben. Es kann nur gehofft werden, dass sich die Wetter- und somit die Schienensituation schnell entspannt und somit alle Fahrgäste unbehelligt an ihren Zielort gelangen.

Quelle: focus.de
Bild: procyonlotormotor (Flickr)

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