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Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses verschoben

Das beschlossene Sparpaket der Bundesrepublik zeigt seine Wirkung und eines der Prestigeprojekte Berlins, nämlich der Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses, wird nun deswegen verschoben. Ursprünglich sollte das Projekt im nächsten Jahr starten, doch die Klausurtagung hat nun einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Es waren 552 Millionen Euro eingeplant, die für das Bauvorhaben verwendet werden sollten. Das kann sich der Bund aber angesichts des eingeplanten Sparkurses nicht mehr leisten. Der Kulturstaatssekretär Berlins, André Schmitz, zeigte sich enttäuscht und bezeichnete die Entscheidung als Symbolpolitik, weil der Bund mit der Verschiebung des Bauprojektes nichts sparen würde.

Der Beschluss hebt allerdings die historische Bedeutung und die kulturpolitische Chance eines Wiederaufbaus hervor und verweist auf einen Baubeginn zum Jahr 2014 hin. Dann soll das Humboldtforum als Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum in der Form und mit den Fassaden des alten Schlosses umgesetzt werden.

Der Bau ist allerdings nicht unumstritten. Neben politischen Kritikern, die sich über die Verschiebung des Baubeginns freuen, sind auch die Berliner nicht gerade begeistert über das Vorhaben. Nach dem Ergebnis einer Forsa-Umfrage wollen 80 Prozent der befragten Berliner sogar, dass das Bauvorhaben komplett eingestampft wird.

Ob der Wunsch des Volkes bei der Entscheidung auch mitgewirkt hat, lässt nur vermuten. Dass der Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses nun auf 2014 verschoben wurde, dürfte aber die wenigsten Berliner tatsächlich stören.

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