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Wie frisch aus dem Ei geschlüpft: Design Hotel "Museumotel" in Frankreich

In Raon L'Étape in den französischen Vogesen liegt ein ganz außergewöhnliches Pop-Art Motel, wo man die Nächte in Eiern aus Beton verbringt. Der schweizer Architekt Pascal Haüsermann baute in den 60-er Jahren das "Motel L'Eau Vive" im Space-Design-Look, bestehend aus kleinen Betoneiern. Die Behausungen liegen auf einer Halbinsel am Fluss Plaine. Haüsermann wollte mit dem architektonischen Entwurf der monotonen Struktur der Vorstädte etwas entgegensetzen. Die >Blasen des Hotels wirken auch eher organisch als aus Beton.

Obwohl sich die Bewohner des Örtchens ein wenig über die skurrile Architektur wunderten, wurde das kleine Motel 20 Jahre lang betrieben, eher der Besitzer starb und die Eier leer standen. Vor einigen Jahren dann kauften fünf Pop-Art-Freunde die Blasen und richteten das Motel neu ein. In der Gewissheit nun ihr eigenes Ding gefunden zu haben, hängte sie teilweise ihre Jobs an den Nagel und widmeten sich von da an ausschließlich der Hotelanlage.

Mit 235.000 Euro renovierten und gestalteten die neuen Besitzer die Eier nach ihrem eigenen Design-Geschmack und gaben damit der Anlage einen frischen Touch. Die einzelnen Blasen sind thematisch gestaltet, so dass jeder Besucher sich dem eigenen Geschmack entsprechend eine Eizelle als Nachtgemach aussuchen kann. Da wäre zum Beispiel für Pärchen in den Flitterwochen die Love-Bubble mit ihrem herzförmigen Doppelbett. Die Orange-Bubble verweist dagegen auf die einstige Modefarbe Orange und in der Clorophylle-Bubble ist die Farbe der Wahl natürlich grün. Insgesamt werden die Besucher im Museumotel auf eine Zeitreise durch die 50-er, 60-er und 70-er Jahre geschickt. Wer Gefallen an dem Space-Design dieser Zeiten hat, der wird an den kleinen Eizellen sicher seine Freude haben.

Quelle: spiegel.de
Bild: alainalele (Flickr)

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