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Internationaler Tag des Glücks 2014 - in diesen Ländern steht Glück in der Verfassung

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Der "Internationaler Tag des Glücks" findet im Jahr 2014 zum zweiten mal weltweit statt. Seit dem letzten Jahr ist der 20. März der "Welttag des Glücks". Das Wohlbefinden eines jeden Menschen wird an diesem Tag gefeiert. Doch Glück stellt sich auf den verschiedenen Kontinenten ganz unterschiedlich dar. Die einen sind mit wenig zufrieden, andere wiederum meckern, obwohl sie viel haben. Und in manchen Ländern ist das Glück sogar in der Verfassung festgesetzt.

Im Bhutan, dem winzigen Königreich im Himalaya-Gebirge, wurde 2008 das "Bruttonationalglück" in der Verfassung verankert. Es handelt sich dabei um einen Index, der anhand von neun Punkten einschätzt, wie sich die Bürger fühlen in Bezug auf wirtschaftliche, gesellschaftliche und emotionale Aspekte. Und glücklich kann auch derjenige sein, der eigentlich bettelarm ist.

Der Bhutan gab auch den Anstoß zu dem "Welttag des Glücks" und die UN-Vollversammlung beschloss diesen dann auch im Juni 2012. Der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte: "Lasst uns die Verpflichtung zur nachhaltigen Entwicklung der Menschheit und unser Versprechen, anderen zu helfen, erneuern. Wenn wir zum Gemeinwohl beitragen, bereichern wir uns selbst. Mitgefühl erzeugt Glück und hilft, unsere Zukunft so zu bauen, wie wir sie wollen."

Es gibt noch ein weiteres Land, in welchem das Wort Glück in der Verfassung auftaucht. Es sind die USA! In den Vereinigten Staaten geht es vor allem um das "Streben nach Glück", also weniger um das Glück im Sinne von Zufall oder Freude, sondern eher als die Möglichkeit, das eigene Schicksal in die Hände nehmen und beeinflussen zu können.

Was Glück bedeutet, das interpretiert jeder Mensch anders. Hierzulande erfreuen sich wenige Menschen dieses Gefühls. Jedenfalls war das im letzten Jahr so. Beim ersten "Welttag des Glücks" meckerten so viele Deutsche, dass sie in einer weltweiten Glückstabelle von 200 Ländern nur den vorletzten Platz belegten. Nur die Japaner waren noch unzufriedener.

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Dabei lag Deutschland im letzten Jahr weit vorne, wenn es um eine stabile Demokratie, ein gesundes Gesundheitswesen und Wohlstand geht. Und wenn Wirtschaftswissenschaftler von Wohlstand, Wohlfahrt und Zufriedenheit sprechen, dann meinen sie damit eine Art Glück. Aber Glück bedeutet wohl letztlich viel mehr als finanzielle Sicherheit und Wohlbefinden. "Wenn Du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts seinem Reichtum hinzu, sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen", sagte schon vor 2 300 Jahren der griechische Philosoph Epikur.

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Die UN-Resolution fordert alle Mitgliedsstaaten auf, für das Glück und das Wohlergehen der Bürger zu sorgen, auch wenn nicht ganz klar ist, wie das gemeint ist. Und wie vor gut 200 Jahren der französische Philosoph Montesquieu feststellte: "Man will nicht nur glücklich sein, sondern glücklicher als die anderen. Und das ist deshalb so schwer, weil wir die anderen für glücklicher halten als sie sind." Schade eigentlich, vielleicht ist der "Internationale Tag des Glücks" eine gute Gelegenheit, sich einfach mal auf die eigene Zufriedenheit und nicht nur die Unzufriedenheit zu konzentrieren!

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