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Vulkanausbruch Island: Flugverbot in Europa gelockert

Viele Urlauber dürften aufatmen, denn das Flugverbot ist jetzt für Teile von Europa aufgelockert worden. Wie bereits berichtet, trafen sich die Verkehrsminister der EU-Staaten und einigten sich auf eine Regelung bezüglich des Flugverkehrs unter dem Einfluss des Vulkanausbruchs in Island.

Die Regelung teilt Europa in drei Zonen ein, für die jeweils unterschiedliche Regelungen gelten. In der ersten Zone gilt das Flugverbot nach wie vor, aufgrund der zu hohen Konzentration der Asche. In der zweiten Zone dürfen die einzelnen Mitgliedsstaaten selbst entscheiden, ob sie Flugzeuge fliegen lassen oder nicht. In Zone drei dürfen Flugzeuge ohne Einschränkung starten.

Wer eine Sondererlaubnis hat, darf natürlich unabhängig von der Zonenregelung starten, wenn die Piloten auf Sicht fliegen. Deutschland liegt genau am Rand der Sperrgebiete, denn die Mitte der Sperrzone befindet sich genau derzeit über der Nordsee. In einigen angrenzenden Ländern wie Österreich, Tschechien, Polen oder Frankreich wurden bereits Teile des Luftraums für den Flugverkehr freigegeben.

Die Airline InterSky mit dem Heimatflughafen Friedrichshafen in Baden-Württemberg hat sich Sondergenehmigungen erteilen lassen und fliegt bereits die deutschen Flughäfen Berlin, Köln-Bonn, Hamburg und Münster-Osnabrück an. Trotz eines Verlustes von 60.000 € kann InterSky agieren, während der Branchenverband AEA damit rechnet, dass circa 100-150 andere europäische Airlines weniger Glück haben und innerhalb von zwei Wochen pleite gehen werden.

Für Deutschland darf man bei günstigen Windverhältnissen also damit rechnen, dass der Luftraum vielleicht schon innerhalb dieser Woche vollständig freigegeben wird. Flüge nach Irland und Großbritannien werden allerdings immer noch nicht möglich sein. Das Flugchaos aufgrund des Vulkanausbruchs wird sich trotz der Lockerung des Flugverbots also nur langsam auflösen.

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