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Vulkanausbruch in Island legt Flugverkehr in Europa lahm

Viele große Flughäfen in Europa liegen lahm, denn die Asche eines Vulkanausbruchs in Island verhindert, dass die Flugzeuge fliegen können. Der Vulkan mit dem komplizierten Namen Eyjafjallajökull ist eine der kleineren Gletscherkappen Islands. Am 20. März gab es bereits die ersten Eruptionen des Vulkans, wobei schon Ende 2009 verstärkte seismische Aktivitäten gemessen wurden.

Die aus der Eruption entstanden Aschewolke verteilt sich nun über den Himmel über Europa und verhindert, dass Flugzeuge die betroffenen Flughäfen anfliegen oder verlassen können. Die in der Luft schwebenden Lavapartikel verhindern bei starker Konzentration aufgrund des zu niedrigen Sauerstoffgehaltes, dass die Verbrennung in den Triebwerken der Flugzeuge funktioniert. Aber auch bei geringeren Konzentrationen geht von den Lavapartikeln eine Gefahr für den Flugverkehr aus, da die Aschepartikel Erosionsschäden am gesamten Flugzeug verursachen können. Wie Stern Online berichtet, mussten allein in Deutschland 15 der 16 internationalen Flughäfen den Flugbetrieb einstellen. Durchgängigen Betrieb hatte nur der Flughafen in München.

Neben den skandinavischen Ländern, sind auch Großbritannien, Frankreich, Belgien, Niederlande, Polen, Tschechien und Österreich betroffen. Auch in Russland gab es Störungen des Flugbetriebs aufgrund der Vulkanasche. Das Pech der Flughäfen ist gleichzeitig das Glück der Bahnbetreiber der Länder. Passagiere, die Flüge im Innland gebucht hatten, nutzen nun allesamt Züge und Fluglinien wie die Lufthansa bieten den Umtausch von Flugtickets gegen Zugtickets an. So sind viele der Züge auf viel befahrenen Strecken ausgebucht.

Auch Busse werden aufgrund der Auslastung der Züge stärker genutzt und bei Linienbussen habe man die Kapazitäten um das fünffache aufgestockt. Wer als Passagier überhaupt nicht wegkommt, ärgert sich über die Preispolitik der Hoteliers in der Umgebung der Flughäfen, die nach Bekanntgabe der Problematik Preiserhöhungen von bis zu 400 Prozent vollzogen haben. Bis Ende der Woche erwartet man Störungen des Flugbetriebs vor allen Dingen auch wegen der durcheinander geratenen Flugpläne der Airlines. Allerdings nur, wenn die Eruptionen des Vulkans aufhören und nicht noch mehr Asche in den Himmel geschleudert wird.

Bild: Ulrich Latzenhofer (Flickr), Michael Gray (Flickr)

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