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Vorsicht vor den Nackedeis: Warnschilder am FKK-Strand von Usedom

Nackt, wie Gott sie schuf, baden einige Menschen am allerliebsten. Sich nackig in die Wellen eines Meeres zu stürzen und sich den Seewind über den ganzen Körper wehen zu lassen, ist für die Nackedeis das Größte. Der Ahlbecker Strand ist ein Stück Ostseeküste auf der Insel Usedom und wird schon seit einem halben Jahrhundert von den Anhängern der Freikörperkultur genutzt. Dieser Strandabschnitt liegt unmittelbar an der Grenze zu Polen.

Seitdem in Polen auch das Schengener Abkommen greift, ist dieser Grenzabschnitt nun frei passierbar und so kommt es vor, das polnische Fußgänger über die Grenze kommen und auf das Gebiet des FKK-Strandes laufen. Um diese vor dem Anblick völlig entblößter zu warnen, haben das Kaiserbad Ahlbeck und die polnische Stadt Swinemünde "Willkommensschilder" aufgestellt. Auch in Reaktion auf die Entrüstung des nationalkonservativen Swinemünder Stadtrats Edward Zajac ist diese Maßnahme erfolgt. Dieser hatte sich über die, nach seiner Ansicht "abartige", Gewohnheit der Nudisten beschwert und die vollständige Sperrung des etwa 500 Meter langen Strandabschnittes, auf dem sich die Nackten tummeln, gefordert. Denn die freizügige Angewohnheit der Deutschen würde die polnischen Bürger belästigen.

Die aufgestellten Schilder warnen nun in deutscher und polnischer Sprache vor der FKK-Zone und verrät deren genaue Ausmaße. Dass der aufgebrachte konservative Stadtrat nicht für alle Polen spricht, stellte der Pressesprecher Swinemündes, Robert Karelus, klar: So prüde sind wir doch gar nicht! Auch im stark katholisch geprägten Polen gibt es Nudisten und eine Freikörperkultur. Allerdings ist der nächste polnische Nacktstrand einige Kilometer weit in östlicher Richtung entfernt, im polnischen Seebad Misdroy. Da ist es für die Swinemünder Nacktbader wohl einfacher, über die Grenze zum Ahlbecker Strand zu gehen.

Quelle: spiegel.de, welt.de
Bild: Pascal Willuhn (Flickr)

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