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Vorsicht: Urlaubs-Bilder auf Facebook locken Einbrecher

Die Deutschen machen Ferien und Einbrecher haben Hochsaison: Mit ihren Urlaups-Postings auf sozialen Netzwerken machen es viele den Kriminellen ziemlich leicht.

Man denkt an viele Dinge vor der großen Urlaubsreise: Wer gießt die Blumen, wer leert den Briefkasten, die Zeitschaltuhren an Rollläden und Lampen werden aktiviert. Ein einziges Urlaubs-Posting à la "Ich bin dann mal weg – drei Wochen Urlaub" macht dann leider alles zunichte. Diebe durchsuchen Facebook nämlich ganz gezielt auf solche Urlaubseinträge.

Eine bundesweite Forsa-Umfrage hat ergeben, dass 38 Prozent aller Deutschen im Urlaub soziale Netzwerke nutzen. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es ganze 67 Prozent. Leider muss jeder der zu viel postet, mit Einbrechern zu Hause rechnen. Die meisten Anschriften sind im Internet ziemlich leicht auffindbar - so etwa im Telefonbuch oder im Online-Verzeichnis eines Sportvereins.

Eingebrochen wird in Deutschland im Zweiminutentakt - im Jahr 2012 verzeichnete die Polizei 144.117 Einbruchsdelikte, Tendenz steigend. "Der gemeine Einbrecher späht lohnende Objekte immer noch live und vor Ort aus", so Hauptkommissar Jens-Oliver Heuer vom Landeskriminalamt Berlin, "doch wir gehen davon aus, dass das Internet künftig eine immer größere Rolle bei Einbruchsdelikten spielen wird."

Wie kann man sich vor Einbrechern in der Urlaubszeit schützen?

- Die Polizei warnt davor, Abwesenheiten auf Facebook zu posten. Wer dennoch nicht darauf verzichten kann, sollte die Veröffentlichung nur auf bestimmte Gruppen einschränken, so dass nicht mehr alle die Nachrichten einsehen können.

- Niemals genaue Angaben zu Urlaubszeit und Aufenthaltsort auf Facebook & Co posten. Dazu gehören auch standortbezogene Dienste wie Yelp und Foursquare, die allen sichtbar machen, an welchen Orten man sich gerade aufhält und die für Kriminelle via Google-Suche leicht auffindbar sind.

- Persönliche Daten wie die Adresse oder Telefonnummer haben nichts in sozialen Netzwerken zu suchen.

- Man sollte das persönliche Profil nur von bestimmten Gruppen einsehen lassen und die Öffentlichkeitsfunktion deaktivieren. Aber Achtung: Google passt diese Einstellungen erst nach ein paar Tagen an, das eigene Profil ist also noch länger für alle sichtbar.

- Freundschaftsanfragen von Fremden sollten ignoriert werden, die Gefahr von Missbrauch oder Datenspionage wäre zu groß.

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