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Vermeintlich geplante Flugzeugentführung ist ein Missverständnis

Die vermeintlich geplante Flugzeugentführung durch zwei Russen stellt sich nun im Nachhinein als Missverständnis heraus. Die zwei Männer standen unter dem Verdacht, eine Maschine der Air Berlin auf dem Weg nach Moskau kapern zu wollen. Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, handelt es sich bei den Männern um russische Piloten.

Sie waren in Berlin wegen eines Sicherheitstrainings, das sie absolvieren mussten und auf dem Weg zurück in ihre Heimat. Eine Frau wurde während des Eincheckens zufällig Zeuge eines Gesprächs der beiden. Der Frau drängte sich der Eindruck auf, dass die beiden Männer eine Flugzeugentführung planen und so alarmierte sie die Polizei. Diese nahm daraufhin die beiden Männer fest und durchsuchten das Flugzeug.

An Bord der Maschine gab es keine Hinweise auf irgendeine Gefahrenquelle. Auch bei der Untersuchung der beiden Männer fanden die Beamten keinerlei Hinweise, die einen Verdacht bestätigten. Trotzdem wurde der Flug mit Verspätung am Mittwochabend durch eine Ersatzmaschine ausgeführt. Während des Verhörs ergab sich dann, dass die beiden Männer sich über das abgeschlossene Sicherheitstraining unterhalten hatten.

Die beiden Männer wurden noch in der Nacht nach dem Verhör ohne weitere Auflagen freigelassen. Die Berliner Polizei hat sich auch schon bei der russischen Fluggesellschaft, der die Piloten angehören, entschuldigt. Der Frau, die die Polizei alarmiert hatte, sprach man trotz des falschen Verdachts Lob aus. Denn trotz des Missverständnisses hätte man als Laie durchaus annehmen können, dass die beiden Piloten ein Flugzeug hätten entführen wollen.

Bild: Martin Abegglen (Flickr), Janos Korom Dr. (Flickr)

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