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Urlaub mit Hund - die Zweite...

Wie man den Urlaub mit Hund plant, haben wir letzte Woche schon angedeutet. Das war aber längst nicht alles, was es zum Thema Urlaub und Tiere zu beachten gibt. Welche Tiere sind z.B. gar nicht für Reisen geeignet? Was ist mit den Fressgewohnheiten des Vierbeiners während des Urlaubs und welche Reiseart verträgt er am besten? Und was soll man im Ausland tun, wenn der kleine Liebling plötzlich krank wird? Die wichtigsten Antworten im Überblick.

Eigentlich sind Hunde die einzigen wirklich geeigneten tierischen Urlaubsbegleiter. Kleintiere wie Mäuse, Meerschweinchen, Vögel oder Kaninchen vertragen die langen Fahrten nicht sehr gut, Temperaturwechsel könnten für sie ebenso zum Problem werden. Wer seine Katze mit in den Urlaub nimmt, läuft Gefahr, dass sie wegläuft oder aus Protest das Katzenklo nicht mehr benutzt. Wenn der Tierhalter eine gewisse Routine in der Urlaubsplanung hat, also immer an den selben Ort fährt, dann können unter Umständen auch Katzen für die Reise geeignet sein.

Der Hund ist da weniger kompliziert. Udo Kopernik vom Verband für das deutsche Hundewesen (VDH) sagt: "Die meisten fühlen sich da wohl, wo der Herr seinen Hut hinlegt". Hunde sind sogar für Bootstouren, Segeltrips oder Wohnmobile geeignet. "Viele Hunde lieben das ganz dichte Zusammensein", sagt Kopernik. Generell gilt es aber, das angepeilte Urlaubsziel erst mal zu überprüfen. Bestimmte Unterkünfte wollen eben gar keine Vierbeiner, bei anderen ist der Wautzi nur in der Nebensaison willkommen. In jedem Fall muss der EU-Heimtierausweis vom Tierarzt ausgestellt werden, wenn die Reise ins Ausland geht.

Die Reisestrapazen verträgt der Hund am besten, wenn die Fahrt früh morgens oder spät am Abend angetreten wird. Bevor es losgeht, sollte er nur Wasser bekommen, richtiges Futter folgt später in einer der Pausen. Dabei gilt: Ungefähr alle zwei Stunden eine Pause machen, bei der er sich die Pfoten vertreten kann. Manche Hunde bleiben aber auch seelenruhig liegen, bis die Fahrt vorbei ist. Am besten befindet er sich dabei hinter einem Gitter oder in einer Box. Wenn der Hund aber noch nie zuvor in einer solchen Kiste gelegen hat, sollte es vorher unbedingt geübt werden.

Zum Urlaubsort nimmt man am Besten das gewohnte Futter mit, eine fremde Umgebung ist der falsche Ort für Experimente. Wichtiges Equipment sind außerdem eine Zeckenzange, Wundsalbe und Desinfektionsmittel, denn am Strand läuft sich der Köter schon mal die Pfoten wund. Falls er deutlichere Krankheitszeichen zeigt, sollte man auch nicht scheuen, vor Ort einen Tierarzt aufzusuchen. Wer sich unsicher ist mit seinem "besten Freund", der kann vor Urlaubsantritt jederzeit um genaue Infos bei lokalen Tierverbänden bitten, damit der Urlaub auch mit Hund zum Erfolg wird.

Quelle: Welt Online
Bild: Andie712b (Flickr)

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