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Untypisches Marokko: Essaouira

Die Hafenstadt Essaouira an der marokkanischen Atlantikküste präsentiert sich als weltoffenes Mekka für Touristen, die beides suchen: Tradition und Moderne.

Die Handelsstadt am Meer ist von europäischen Einflüssen geprägt und gehörte schon in der Antike zum westlichen Ende des römischen Reiches. Deshalb erwartet den Besucher dort eine besondere Mischung von Orient und Okzident.

Die Portugiesen hinterließen hier die Hafenbefestigung und die kennzeichnenden Farben Weiß und Blau, was Essaouira einen fast südländischen Touch verleiht. Denn die landestypischen Lehmhäuser schimmern in rot-braun. Die Engländer legten den Kai an, deutsche Firmen errichteten die Hafenanlagen und lieferten die dazugehörigen Maschinen. Eine Zeitlang war Essaouira der größte Hafen der afrikanischen Westküste.

Das macht Essaouira offener als vergleichbare Kleinstädte in Marokko. Am Meer mischen sich Jogger unter die vielen Fischer und im Hendrix Café kann man sich bei arabischem Tee Geschichten über 1969 in der Stadt erzählen lassen. In den Vierteln der Medina, der Altstadt, kann an allerhand handgemachte Ware gekauft werden, wie Teppiche, Geschnitztes aus Thujaholz oder Silberschmuck. Aus dem Marktviertel weht dem Besucher der Duft von allerlei Gewürzen entgegen, hier kann man frische Minze und viele Lebensmittel erwerben.

In den Restaurants um den Hauptplatz, den Place Moulay El Hassan und in den Gassen der Stadtmauer stehen arabische wie europäische Gerichte auf der Speisekarte. Da darf man sich nicht wundern Pizza neben einer Quiche zu lesen, ebenso ist überall Alkohol zu haben. Hier herrscht ein lockerer Umgang mit Lizenzen, so kann man in den Lokalitäten am Hafen sitzen und bei einem Cocktail den Sonnenuntergang genießen.

Quelle: derstandart.at
Bild: Alexandra Bucurescu (Pixelio)

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