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Unbekanntes vom Oktoberfest

Das Oktoberfest hat seine Tore geöffnet und tausende Besucher werden auch in diesem Jahr wieder in München eines der größten Volksfeste der Welt besuchen. Vieles ist bekannt über dieses Fest auf der Theresienwiese, man kennt die Zahlen der Besucher, der getrunkenen Maß Bier und verköstigten Brathähnchen. Allerdings gibt es auch einige Dinge, die nicht so bekannt sind, sozusagen kleine Geheimnisse der Wiesn.

So hat sich das Oktoberfest im konservativen Freistaat auch zu einem Hochfest für Homosexuelle entwickelt. Die Rosa Wiesn werden seit mittlerweile drei Jahrzehnten von den Lesben und Schwulen gefeiert, zum Beispiel am Rosl-Montag im Bräurosl-Zelt. Auch in Sachen Ökologie hat sich auf dem Volksfest in den letzten Jahren einiges getan.

Einweggeschirr ist verboten und Abfall wird vor Ort strikt getrennt. Einige Festzelte nehmen an einem Wasser-Recycling-Projekt teil. Das Spülwasser für die Bierkrüge wird in diesem System noch zum Toilettenspülen verwendet, bevor es in den Abwasserkanal geleitet wird. Apropos Geschirr: Die bekannten Glaskrüge, auch Isarseidl genannt, gibt es erst seit 1955. Vorher wurde das Bier aus Steinkrügen, den Keferlohern, getrunken, die aber dann aus hygienischen Gründen vom Glas abgelöst wurden.

Die Kinder der Schausteller sind mit ihren Familien ständig unterwegs, das Oktoberfest ist nur eine Station auf der Reise durch die Republik. Damit sie trotzdem lernen und einen Schulabschluß machen können, werden spezielle Lernpläne für die Kids ausgearbeitet und die Lernfortschritte durch Stützpunktschulen genauestens überprüft. In München gehen die Kinder im Grundschulalter in die Stieler-Schule, schwänzen ist also auch bei den Rummelplatz-Kindern nicht angesagt. Im nächsten Jahr feiert das Oktoberfest offiziell den 200. Geburtstag. Die Stadt will diesen Anlass mit einer Überraschung gebührend feiern, angeblich wird es dann ein Pferderennen nach historischem Vorbild geben.

Quelle: focus.de
Bild: Andrij Bulba (Flickr)

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