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Überschwemmungen: London ist durch riesiges Stahlgitter geschützt

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Seit Wochen hat der Südwesten Englands und Wales mit Wassermassen zu kämpfen, viele Regionen sind überschwemmt. Der Grund dafür sind nicht enden wollende Regenschauer und dadurch steigendes Grundwasser. Die Wasserstände sind teilweise meterhoch. Nur London hat damit keine Probleme. Die "Thames Barrier" hält die Wassermassen aus der Hauptstadt.

Eigentlich wäre London auch von den Wassermassen betroffen. Für England käme dies einer wirtschaftlichen Katastrophe gleich. Ein Viertel des Bruttoinlandsproduktes wird in der Hauptstadt erarbeitet. Doch die riesige Flutbarriere erweist sich jetzt als Retter in der Not. Die Themse wäre ohne die zehn Stahlgitter viel zu hoch, was der Stadt schaden würde. In den letzten Wochen wurden die Gitter schon 29 Mal geschlossen.

Die "Thames Barrier" hat ursprünglich gar nicht Aufgabe, den Wasserstand der Themse zu regulieren. Eigentlich sollte sie Wassermassen aus der Nordsee zurückhalten. 1953 starben über 300 Engländer bei einem Hochwasser in London. Es war eins der schlimmsten in der Geschichte des Landes. Also dachte die Politik über einen Schutz nach.

1974 begann der Bau an der Flutbarriere, 1982 wurde sie von der Queen in Betrieb genommen. Auch, dass sie eigentlich als überdimensioniert gilt, erweist sich als Vorteil. Bei entsprechender Regulierung kann die "Thames Barrier" den Pegel bis 2050 kontrollieren, eventuell gar bis 2070. Allerdings stand sie jahrelang ungenutzt in der Themse, denn es gab bis dato kein Hochwasser mehr. Aber aktuell retten die Stahlgitter London vor Überschwemmung.

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