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Überraschung bei Ausgrabungen in Luxor: 'Nilometer' gefunden

Es ist wohl eines der ungewöhnlichsten Funde in Luxor, denn im Frühsommer dieses Jahres entdeckte man ein so genanntes 'Nilometer' bei Ausgrabungen an der Sphinx-Allee. Mit einer Kirche wurde gleichzeitig auch diese Neuheit ausgegraben, über die Funde freute man sich sehr.

Erbaut wurde die Kirche angeblich von Christen, das wichtigste Maß für sie war wohl das Nilometer um den Pegel des Nil abzulesen, so die Reisenews. Die Fundsachen stammen aus dem 5. Jahrhundert und sind in ihrer Form einigartig.

Die so genannten koptischen Christen benutzten die gefundenen Steinquader, um sich hieran zu orientieren. Viele Inschriften zieren den Fund, sie sind kunstvoll verziert und dekoriert. Aus Zeiten der Pharaonen sind die Fundstücke aus Luxor anzusiedeln, die damalige Epoche wird als römisch-griechisch bezeichnet. Auch Bauteile aus einem ptolemäischen Tempelbau wurden entdeckt, dieser hatte sich wohl ursprünglich auch an dieser Stelle befunden. Experten konnten auf einem der Steinblöcke sogar den Namen eines Verwalters entziffern. Dieser Mann war zuständig für die Erbauung der Bauten und lebte in Luxor rund 600 vor Christus.

Das Nilometer hat einen Durchmesser von riesigen sieben Metern und befindet sich an einer Treppe, die am Gerät hinabführt. Alles war abhängig vom Wasser des lebenspendenden Flusses und so basierte auch die Steuer auf der Berechnung des Wasserstandes. Immer mehr Funde wurden offenbar, als die Sphinx-Allee wiederhergestellt werden sollte. Mehr als drei Jahre sind Archäologen bereits mit der Aufgabe betraut und es wird noch länger dauern. Das Nilometer ist wohl eines der spektakulärsten Funde in Luxor.

Quelle: spiegel.de
Bild: Charlie Phillips (Flickr)

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