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Weltmusik in der Wüste: Die Tuaregs

In den Wüstenlandschaften unterschiedlicher afrikanischer Länder lebt das Nomadenvolk der Tuaregs. Doch diese ziehen nicht einfach durchs Land, sondern haben auch eines der interessantesten und exotischsten Weltmusikfestivals ins Leben gerufen – das Festival au désert, das seit nun genau zehn Jahren immer im Januar in der Oase Essakane stattfindet. Besucher aus der ganzen Welt kommen, um den exotischen Klängen der Tuareg-Bands zu lauschen!

Die Turages, die sich selber 'Kel Tamashek' – Sprecher des Tamashek – nennen, da Taureg ein arabisches Schimpfwort für 'von Gott verdammte' ist, waren traditionell ein Kriegervolk. Doch in den 1990er Jahren kam es zu einem Friedensabkommen und seitdem sind sie bekannt für ihre Gesänge über Sehnsucht und die Hoffnung auf ein eigenes Land.

Einmal im Jahr treffen sich nun alle Tuareg-Bands, greifen zur E-Gitarre und besteigen den Sandhügel, der die Bühne darstellt. Auch Musiker aus anderen Teilen Afrikas und interessierte Touristen sind herzlich eingeladen, an dieser Zusammenkunft teilzunehmen. Und nicht nur die Touristen kommen: Auch weltbekannte Stars wie Herbert Grönemeyer, Santana oder Robert Plant von der Band Led Zeppelin kamen und kommen noch immer zu dem Festival in der Wüste und haben bereits CDs mit den Tuareg-Rockern aufgenommen.

Eine Reise lohnt sich, doch man sollte sich darüber bewusst sein, dass man inmitten der Wüste schlafen und leben wird. Es gibt keine sanitären Anlagen, der feine Wüstensand behindert die Sicht und Kleider und Schlafsäcke sollten immer sorgfältig nach Skorpionen durchsucht werden.

Quelle: spiegel.de
Bild: David Stanley (Flickr)

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