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Trulli Boom in Apulien

In Apulien im südlichen Italien verzeichnet man zurzeit einen Trulli Boom. Trulli sind die weiß getünchten Rundhäuser mit den spitzen Dächern, die man häufig auf Postkarten sieht, die Urlauber aus der Region schicken, die als Absatz des italienischen Stiefels bekannt ist. Apulien ist als Urlaubsregion in den letzten Jahren immer beliebter geworden, denn hier findet man eine wundervolle Mischung aus dem bäuerlichen Charme Italiens und kulturellen Highlights.

Eine berühmte Sehenswürdigkeit ist das Städtchen Alberobello. Hier gibt es sehr viele der Trulli, ganze Stadtteile bestehen aus den Kegelbauten. Weil diese Häuschen früher steuerrechtlich nicht als vollwertige Häuser angesehen wurden, bauten sehr viele Menschen solche Behausungen dort. Die Häuser sind eine der größten Attraktionen der Region, viele Touristen kommen in jedem Jahr und quartieren sich gerne auch in solch ein Trullo ein. Nach wie vor sind die Kegelhäuschen praktisch, denn im Sommer bleiben die Räume darin kühl, im Winter hingegen speichern sie die Wärme sehr gut.

Für 70 bis 110 Euro für ein Trullo bezahlen die Touristen in etwa die gleichen Preise, wie in den herkömmlichen Hotels. Nachdem die Unesco die Stadt Alberobello 1996 auf die Liste der Weltkulturerbe gesetzt hat, stieg das Interesse weiter. Mittlerweile sind die Trullo nicht nur begehrte Reiseunterkünfte, sondern werden immer häufiger auch von Ausländern gekauft. Die kleinen Häuschen inmitten der sanften Hügel, der Olivenhaine und prächtiger Farben erfüllen Gästen stets ihre romantischen Sehnsüchte. Als Ryanair mit Direktflügen aus London Apulien ansteuerte und das Britische Pfund stark war, kam es zu einem regelrechten Run auf die Trulli in Apulien. Alte Häuschen, zum Teil noch aus dem 16. Jahrhundert und jahrzehntelang dem Verfall überlassen, wurden restauriert und zum Verkauf angeboten.

Quelle: focus.de
Bild: Andrepax (Flickr)

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