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Trödelmarkt skurril: In Brüssel werden sogar Haustiere gesegnet

Hier ist der Kitsch und die Verrücktheit zuhause: Auf dem Trödelmarkt in Brüssel werden in jedem Jahr am ersten Oktober-Sonntag sogar Haustiere gesegnet. Doch auch zu anderen Zeiten ist hier immer etwas los, denn das Kuriose hat hier schon lange Einzug erhalten. Die flämische Bezeichnung `Vossenplein` für den Ort `Place du Jeu de Balle` erinnert an den Weg der früheren Arbeiterströme. Auf diesem Markt ist einfach alles möglich, Liebhaber regionaler Kuriositäten unternehmen oft schon eine Städtereise zu hiesiger Veranstaltung.

Eine besondere Institution vor Ort ist auch der Wirt des `Chez Willi`, der für die Verköstigung am Platze sorgt. Die Möbel in seiner Kneipe sind aus vielen Fundstücken zusammengewürfelt und verleihen der Location die passende Atmosphäre. In ganz Brüssel gibt es keinen solchen Ort noch einmal, der Place ist einfach einzigartig. Hier regiert noch immer nicht der kapitalistische Zeitgeist, die Uhren laufen einfach anders.

Schon 1873 wurde der gesamte Platz erweitert und vergrößert. Der französische Name zeugt von der Kultur des Ballspiels, denn der Markt diente bereits als Spielfeld für die kleinen Leute. Pelota nennt sich dieser Sport, der in Belgien mit Leidenschaft ausgeübt wurde. Heute treffen sich hier auf dem Platz die Altwarenhändler Brüssels, bieten Ungewöhnliches und Einzigartiges feil.

Neben Souvenirs aus dem Kongo und Erbstücke aus der Belle-Époque stehen neben Tierfellen alte Autoteile. Am ersten Sonntag im Oktober werden sogar Haustiere gesegnet, obwohl die dazugehörige Kapelle nicht mehr vorhanden ist. Der Trödelmarkt in Brüssel: Skurriler geht’s nicht.

Quelle: faz.net
Bild: Françoise Walthéry (Flickr)

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