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Trend zum Cluburlaub: Faulenzen am Strand ist out

Wer seinen Urlaub am liebsten faul und ungestört an einem einsamen Strand verbringt, kommt zwar vielleicht erholt nach Hause, hat aber den Trend zum Cluburlaub verpasst. Laut Veranstaltern und Betreibern der all-inclusive-Ferienanlagen wie Aldiana, Club Med oder Robinson, ist dieser kaum aufzuhalten. Deshalb bauen sie Clubanlagen und -angebote trotz Ölpreiskrise und Inflation weiter aus.

Prof. Martin Lohmann, Tourismusforscher, gibt den Unternehmern Recht: Die Ansprüche an den Urlaub hätten sich in den letzten Jahren stark verändert, nur faul in der Sonne liegen sei out, sagte er der "Welt": "Seit Jahren versuchen viele immer mehr in einen Urlaub zu packen". Gefragt seien deshalb Aktiv-, Kultur-, Wellness- und Erholungsurlaub in einem. Genau dort sehen sich die Anbieter von Cluburlauben mit Sport- und Freizeitangeboten sowie Sightseeingtouren und Wellnessanlagen.

Nach Angaben der Veranstalter machen derzeit etwa eine halbe Million Deutsche pro Jahr Cluburlaub. Diese Zahl wollen die Veranstalter noch in die Höhe schrauben, mehrere Millionen sind das Ziel. Mit prall gefüllten Katalogen gehen sie in die Wintersaison 2008/2009 und rüsten ihre Kapazitäten kräftig auf. 23 Anlagen für Cluburlaube hat der deutsche Marktführer Robinson zur Zeit. In fünf Jahren sollen es 29 sein - ab Mai 2009 zum Beispiel ein neuer Luxusclub auf den Malediven. Aber auch die Konkurrenz schläft nicht: Aldiana will in naher Zukunft von elf auf 18 bis 20 Anlagen aufrüsten. Und das sind nur die deutschen Anbieter. Club Med, die Mutter aller Veranstalter von Cluburlauben, hat schon jetzt 80 Anlagen weltweit.

Quelle: welt.de
Bild: mikebaird (Flickr)

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