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The real Africa: Gambia

Wer Afrika hautnah erleben möchte, der wird in Gambia fündig. Das kleine Land an Afrikas Westküste ist an keiner Stelle mehr als 55 Kilometer breit. Am besten man bereist es per Jeep und mit ortskundigem Führer, dann ergeben sich seltene Einblicke in die aufregende Landschaft und die Lebenswirklichkeit der Menschen.

Günstig erreicht man Gambia mit einer Pauschalreise, denn Einzelflüge sind recht teuer. Jedoch ist davon abzuraten sich die ganze Zeit im Resort zu verschanzen, denn dort wird man nicht viel vom afrikanischen Leben mitbekommen. Dieses findet man jenseits der Hotelmauer, bei den Wellblechhütten mit der selbst gebastelten Stromleitung. Das Leben findet auf der Strasse statt, hier wird reger Handel betrieben, Waren verkauft wie die Erzeugnisse vom heimischen Affenbaum, dem Baobab. Da gibt es die fruchtige Limonade, die aus dem weißen Inneren des Baumes hergestellt wird oder die Affenbrotbaumpastillen gegen Kreislaufprobleme.

Gambia hat mit vielen sozialen und politischen Missständen zu kämpfen. Das Jahreseinkommen eines Gambiers beträgt 350 US-Dollar. Der Unterschied zwischen Stadt- und Landleben ist oftmals noch sehr groß. Dennoch ist es gerade der Mix zwischen den unterschiedlichen Kulturen, der fasziniert. Einerseits sind noch die Überreste der Kolonialherren nicht zu übersehen wie in der Stadt Banjul mit seinen alten Residenzen im Stadtteil um den MacCarthy Square. Andererseits findet man wie bei dem Ort Wassu geheimnisvolle Steinkreise, über 1.200 Jahre alte Begräbnisstätten, Zeugen aus längst vergangenen Zeiten. In der Nähe von Wassu liegt auch der Baboon-Islands-Nationalpark. Gambia fasziniert durch seine bunte Vielseitigkeit und Kreativität und durch die Lebenskraft der Menschen vor Ort.

Quelle: taz.de
Bild: Svenja Schlitt (Pixelio)

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