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Strenge Regeln an Italiens Stränden

In Italien gibt es strenge Regeln für den Strandbesuch. Egal ob Inländer oder Urlaubsgast, wer sich bei den temperamentvollen Südeuropäern ans Wasser legt, hat so einiges zu beachten. Bei Missachtung drohen penible Strafen. Dass jede Region auch noch seine eigenen individuellen Regeln beansprucht, machts natürlich nicht einfacher. Wer also eine Italienreise plant, ist gewarnt. Die wichtigsten Strandgesetze im Überblick:

Die Strandbad-Betreiber Italiens schicken nun ihre ganz eigenen "Zehn Gebote" ins Rennen, den Verhaltenskodex für Strandbesuche. Hört sich aber alles erst mal schlimmer an, als es ist. Dass man seinen Müll nicht liegen lässt, oder Zigarettenstummel im Sand zurücklässt, sollte sich schließlich von selbst verstehen. Auch Warnungen, wenn das Baden im Meer als gefährlich eingestuft wird, sind nun mal ernst zu nehmen. Und auch, dass die Italiener nicht all den Sand und die Muscheln als Souveniere irgendwelcher Urlauber davonziehen lassen wollen, kann man verstehen, nicht zuletzt wegen des Ökosystems.

Schon eher bockig werden die Urlauber bei den weiteren Regeln. Ballspielen ist nur an ganz bestimmten Orten erlaubt, Kleidungsstücke müssen wohlgeordnet am Platz verstaut werden, das war doch früher nicht. Na gut, so lange es der Ordnung dient. Die meisten Scherereien wird es sicher bei der Lärm-Frage geben. Strandbesucher sollen mit leiser Stimme sprechen, Handys sollen ebenfalls leise sein und Musik darf nur aus Kopfhörern gehört werden. Dazu kommt, dass vielerorts mittlerweile ordentlich Bares eingesackt wird für den Strandaufenthalt. Eintrittspreise zwischen einem und fünf Euro wie in Latium oder Sardinien sind inzwischen keine Seltenheit. Der wunderschöne Strand Cala Goloritzè hat sogar eine Personenbeschränkung von 200 Leuten, danach werden die Schotten dicht gemacht.

Bei all der Empörung darf man nicht vergessen, dass die Regeln entweder im Sinne der Gäste oder der Natur sind. Es ist übrigens auch verboten, am Strand Massagen oder die zwielichtigen Angebote von fliegenden Händlern anzunehmen. Schließlich handelt es sich dabei um Schwarzmarktaktivitäten. Wer das alles beachtet und sich einigermaßen gesittet im Ausland benimmt, der braucht auch wegen der Regeln am Strand nicht auf die Italienreise zu verzichten.

Quelle: FOCUS Online
Bild: Roberto Ferrari (Flickr)

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