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Streiks behindern Flüge in Griechenland

Sparen heißt es für die Griechen und damit ist das Volk alles andere als einverstanden, weswegen landesweite Streiks gestartet sind. Die bevorstehende Pleite des Landes zwingt Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou zu drastischen Sparmaßnahmen. Erst vor drei Tagen verkündete er ein weiteres Sparprogramm, das die Gewerkschaften so nicht hinnehmen wollen. Die Gewerkschaften haben daher einen Generalsstreik ausgerufen: 'Wir reagieren auf die Erpressungen der Spekulanten und der Märkte. Die Menschen und ihre Bedürfnisse stehen über den Märkten! Wir streiken, um unsere Sozialen Rechte zu sichern. Damit die Arbeiter nicht für die Krise bezahlen. Generalstreik! Kundgebung um elf Uhr auf dem Marsfeld.'

Seit gestern streiken schon die Staatsbediensteten und mindestens zwei Tage lang bleiben Behörden, Ministerien und Schulen geschlossen. Auch Fluglotsen, die teilweise verbeamtet sind, haben Streiks angekündigt, sodass auch die Flughäfen Griechenlands nicht angeflogen werden können. Urlauber sollten sich daher mit ihrem Reiseveranstalter in Verbindung setzen, um im Zweifelsfall von der Reise zurückzutreten oder umzubuchen. Urlauber, die bereits in Griechenland sind, müssen sich bei Ausfällen bei den entsprechenden Fluglinien erkundigen. Diese müssen bei verpäteter Abreise für Unterbringung und Verpflegung aufkommen.

Neben den Beamten gibt es noch viele weitere Berufsgruppen, die ihre Arbeit niederlegen. So liegt der öffentliche Transport still und auch Ärzte behandeln nur noch Notfälle. Wer in Griechenland davon erfahren will, muss tatsächlich auf die Straße gehen, denn auch die Journalisten des Landes streiken. Es gibt also keine Nachrichten und damit keinerlei Informationen zu den aktuellen Geschehnissen. Der Ärger wird anteilig verständlich, denn wenn man den Auskünften der Gewerkschaften glaubt, sorgen die Kürzungen bei den Gehältern für Einkommenseinbußen zwischen 20 und 30 Prozent.

Die Regierung verteidigt ihren Kurs und macht erneut darauf aufmerksam, dass das Geld fehle um die Löhne aufrecht zu erhalten. Um den Staat in seiner Form aufrecht zu erhalten, müssten sich alle jetzt zurückhalten. Griechenland muss bis zum Jahr 2012 circa 30 Milliarden Euro einsparen, um Kredite in der Höhe von 110 Milliarden Euro zu erhalten. Viele Griechen wissen, dass das Land auf die Kredite vom Internationalen Währungsfond und anderen EU-Ländern angewiesen ist und sind mit dem Sparkurs konform. Wie ARD Online berichtet, sind es dennoch 20 Prozent der Bevölkerung, die diese Maßnahmen nicht hinnehmen wollen und streiken.

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