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St. Lucia: Karibikinsel überrascht mit Authentizität

Nicht viel größer als Hamburg und doch Schauplatz vieler kolonialer Kämpfe zwischen England und Frankreich – das ist die kleine Insel St. Lucia im atlantischen Ozean, die ihre Besucher mit einem ganz besonderen Inselcharme überrascht. Im Gegensatz zu vielen karibischen Nachbarn setzt St. Lucia auf Ursprünglichkeit und nicht auf das erwartete perfekte Karibik-Image.

Unglaubliche 14 Mal wechselte die Insel in der Kolonialzeitden 'Besitzer' und wird deswegen heute noch die Helena der Karibik genannt – eine Anspielung auf die sagenumwobene Herzensbrecherin aus der Ilias, um die sich Könige und Prinzen stritten. Erst 1979 wurde die Insel in die Unabhängigkeit entlassen und geht nun ihren eigenen Weg in die Freiheit. Der Tourismus stellt hierbei eine wichtige Säule dar.

Touristen erwartet eine farben- und lebensfrohe Kreolkultur, denn die Bevölkerung besteht zu 90 Prozent aus Nachfahren der während der Kolonialzeit auf die Insel geschafften afrikanischen Sklaven. Hinzu kommt eine Brise lateinamerikanischer Lebensfreunde und viele Kilometer unberührter Natur – große Teile der Insel sind bis heute nicht mit dem Auto erreichbar. Die Menschen auf St. Lucia möchten nicht eine weitere karibische Postkarten-Insel sein, sondern sind stolz auf ihre nicht perfekte dafür jedoch so authentische Heimat, die umgeben ist von einem Hauch des Unfertigen.

Die Wahrzeichen der Insel sind die Pitons, zwei vom Dschungel überzogene Lavakegel in der Nähe der Stadt Soufrière, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören. Dieses kulturelle Gut und vieles mehr hat Schriftsteller und Maler in den letzten Jahrzehnten inspiriert. Wer hätte das gedacht: Drei ausgewiesene Nobelpreisträger kommen aus St. Lucia.

Quelle: faz.net
Bild: Richard Esguerra (Flickr)

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