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Städtereise nach Cambrigde

Die weltberühmte Universität in Cambridge ist zurzeit in aller Munde, schließlich feiert sie ihr 800-jähriges Bestehen. Auf große Namen kann diese Hochschule verweisen, Newton, Darwin, Keynes, Hawking oder der Philosoph Ludwig Wittgenstein haben hier gelehrt, gelernt und geforscht. Doch gibt es auch ein Cambridge, das sich nicht auf den Campus und die alma mater beschränkt. Cambridge ist auch eine Stadt, doch das fällt bei der Rede über diesen Namen nur allzu oft unter den Tisch.

Etwa 120 000 Menschen leben in der Stadt, die etwa 80 Kilometer nordöstlich von London liegt. Feiert die Universität ihren 800. Geburtstag, so ist die Stadt schon deutlich älter. In der Angelsächsischen Chronik wird dieser Ort bereits im Jahre 875 zum ersten Mal erwähnt. Die Uni kam also viel später, und zwar auf königlichen Erlass im 15. Jahrhundert. Die Universität ist keine Campus-Hochschule, bedeutet, ihre Fakultäten liegen über das ganze Stadtgebiet verstreut. Bei ihrer Errichtung wurden damals etliche Stadtviertel abgerissen, um Platz für die Gebäude der Colleges zu schaffen.

Daher rührt noch immer eine gewisse Hassliebe der Einwohner gegenüber ihrer berühmten Hochschule. Dass die Stadt immer nur auf das Hochschulwesen reduziert wird, nervt sie gewaltig, doch letztlich wissen sie auch, was sie der Universität zu verdanken haben. Bei einer Rundreise durch die Stadt wird so auch schnell deutlich, dass eine Trennung von Hochschule und Stadt eigentlich undenkbar ist, zu stark ist die Jahrhunderte währende Prägung durch die Uni überall in der Stadt sichtbar.

So schaut man sich als Tourist naturgemäß die einzelnen Colleges an, die zum großen Teil in sehr alten Gebäuden untergebracht sind. Die gotische Kapelle des King's College ist ebenso ein kultureller Schatz wie die Hallen vom Trinity College. Der Fluss Cam, dem die Stadt ihren Namen verdankt, wird von der Mathematikbrücke überquert, die mit geometrischen Formen beeindruckt. Auch eine Bootsfahrt auf dem Fluss ist sehr reizvoll, um die Stadt mal von einem ungewöhnlichen Blickwinkel aus zu betrachten. Ein Augenschmaus sind natürlich auch die Gärten der einzelnen Fakultäten und jedem Besucher ans Herz gelegt, sie sind wunderbare Beispiele für große englische Gärtnereiarbeit.

Quelle: zeit.de
Bild: alexbrn (Flickr)

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