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Sprengstoffalarm am Münchener Flughafen sorgt für Kritik

Nach einem Sprengstoffalarm am Münchener Flughafen fahnden die Behörden jetzt nach dem Verdächtigen. Wie Welt Online berichtet, hatte am vergangenen Montag der Laptop eines Mannes um 15:30 Uhr bei einer Sicherheitskontrolle den Alarm ausgelöst. Der Scanner schlug positiv auf Sprengstoff an. Doch ohne, dass jemand den Besitzer aufgehalten hätte, nahm dieser seinen Laptop und ging in die Abflughalle, wo er nicht mehr auffindbar gewesen sei. Man vermutet, dass der Mann als Passagier einer Maschine den Flughafen verlassen haben könnte.

Große Teile des Terminals wurden aufgrund des Vorfalls gesperrt und es kam zu zahlreichen Verspätungen. Die ermittelnden Behörden schließen nicht aus, dass der Mann nicht gewusst habe, dass ihm eine nähere Überprüfung seines Gepäcks bevorstand. Es wird weiterhin nach dem Mann gefahndet, auch wenn der Sprecher der Flughafenpolizei, Albert Poerschke, darauf hinwies, dass es strafrechtlich nicht relevant sei.

Nun soll der ganze Vorgang untersucht werden und damit stehen auch die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen in München unter Kritik. So ist für viele nicht verständlich, warum der Passagier bei der Kontrolle nicht festgehalten wurde, wo doch der Verdacht bestand. Der für die Bundespolizei zuständige Vorsitzende der Gewerkschaft für die Polizei, Josef Scheuring, vermutet entweder einen Mangel an Personal zum besagten Zeitpunkt oder schlicht eine mangelhafte Ausbildung der verantwortlichen Mitarbeiter. Im Angesicht der Vorfälle der letzten Wochen, nicht gerade beruhigend für Passagiere.

yisris (Flickr), Jan Wedekind (Flickr)

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