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Sonnenbad auf dem Kamelrücken: Tunesien einmal anders erleben

Sonne, Wüstenlandschaft, Beduinen, Kamelkarawanen - das kommt einem als Erstes in den Sinn, wenn man an Tunesien denkt. Das nordafrikanische Land mit seinen 10,2 Millionen Einwohnern bietet in der Tat noch viel mehr als nur Sonnenbaden, Golfspielen und Kamelreiten!

Überwinterer schätzen die milden Temperaturen der Strandregionen Tunesiens vor allem in der kühleren Jahreszeit. Doch fern ab von den überlaufenen Mittelmeerstränden und in der Nähe der Oasen Tozeur und Nefta im Westen kann man das Land mit seinen Wüsten und dem rauen Saharaklima einmal aus ganz anderen Augen betrachten.

Die atemberaubende Einzigartigkeit der Regionen rund um Tozeur, Nefta, die Bergoasen Chebika, Tamerza und Midès sowie die Stadt Douz südöstlich des großen Salzsees Chott el Djerid liegen am Rande der Sahara und werden somit keineswegs von Touristen überrannt. Hier befindet man sich immer und überall in der beruhigenden Nähe der Zivilisation. Man kann gefahrlos Wüsten-Feeling entdecken und die orientalische Atmosphäre Tunesiens genießen: Palmenoasen, weite Dünen, Dattelpalmplantagen und Pfade durch die weiten Berge laden zu ausgiebigen Touren ein, auf denen man sich von der orientalischen Kultur und Landschaft Tunesiens ein wenig verzaubern lassen kann.

Allein ein Ausflug in die Innenstadt einer der Saharastädte lohnt sich immer: In Nefta kann man ganze 24 Moscheen besichtigen, dem Muezzin lauschen, der aus einem Lautsprecher zum Gebet ruft, in den engen, sandigen Gassen mit Händlern um ihre Ware feilschen, oder den Menschen beim Kartenspielen vor den vielen kleinen Bars auf der Place de la Libération zusehen.

Der Salzsee Chott el Gharsa liegt die meiste Zeit des Jahres trocken. Man kann ihn leicht auf einer Asphaltstraße überqueren, um zu einer der herrlichen Bergoasen zu gelangen: Chebika. Von hier aus kann man über von Dattelpalmen gesäumten Pfaden zu einer warmen Quelle gelangen, in der kleine Frösche schwimmen.

Ein Gefühl von Einsamkeit und Weite kommt auf, wenn man sich von hier Richtung Tamerza zu einer geführten Wüstenwanderung aufmacht. Kleine Wasserfälle und Andenkenhändler mit Töpferwaren, Teppichen und Tüchern, versteinerten Muscheln und Schmuck säumen die Wege und man bekommt den Eindruck, inmitten der größten Wüste der Welt angekommen zu sein. - Tunesiens einzigartige Landschaft ist atemberaubend schön und eine Reise vor allem in den grauen Wintermonaten allemal wert!

Quelle: welt.de, bild.de
Bild: avatar-1 (Flickr)

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