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Sonderflugplan wegen Lufthansa-Streik: 1350 Flüge gestrichen

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Sechs Wochen haben die Piloten der Lufthansa eine Streikpause eingelegt, nun gehen sie wieder in den Arbeitskampf. Seit Montag, 12 Uhr, geht bei der Fluggesellschaft gar nichts. Die Piloten wollen bis Dienstag, den 2. Dezember 2014 um Mitternacht streiken. Insgesamt werden bis dahin 1350 Flüge wegfallen, davon betroffen seien laut einem Bericht der Münchener Abendzeitung etwa 150 000 Fluggäste. Die Fluggesellschaft stellte einen Sonderflugplan zusammen. Dennoch muss mit Verspätungen und Ausfällen gerechnet werden.

Der erneute Arbeitskampf wurde bei der Lufthansa ausgerufen, weil erneut die Tarifgespräche mit der Gewerkschaft Cockpit scheiterten. In der Nacht zum Samstag wurden die Verhandlungen abgebrochen, weil keine Einigung erzielt werden konnte. Also haben die Piloten der Lufthansa beschlossen, zum sechsten Mal seit April zu streiken.

Welche Flüge sind betroffen?

Zunächst sind nur Kurz- und Mittelstreckeflüge betroffen. Allerdings teilte Cockpit mit, dass ab Dienstag, 3 Uhr morgens, auch Fracht- und Langstreckenflüge von dem Pilotenstreik betroffen sind. Etwa 50 Prozent der 2800 Flüge werden gestrichen. Die Lufthansa stellte einen Notfallplan auf. Die etwa 150 000 Passagiere müssen sich aber dennoch auf Verspätungen oder auf Streichungen ihrer Flüge einstellen.

Hier können Sie überprüfen, ob Ihr Flug geht

Den Sonderflugplan können Sie auf der Homepage der Lufthansa einsehen. Die Fluggesellschaft hat auf ihrer Website eine Seite eingerichtet, auf der jeder schnell checken kann, ob und wann sein Flug geht. Man muss nur seine Flugnummer eintragen, Start- und Zielflughafen sowie die an sich geplante Flugzeit angeben und schon bekommt jeder User die Info darüber, ob sein Flug geht.

Darum geht es bei dem Streik

Insgesamt hat der Konzern 5400 Piloten beschäftigt. Bei den Traifverhandlungen ging es vor allem um die Übergangsversorgung. Lufthansa möchte seine Piloten künftig mit 60 Jahren und nicht wie bis mit 55 Jahren in den Vorruhestand schicken. Außerdem fährt der neue Chef des Unternehmens Carsten Spohr eine Billigstrategie. Piloten beim Billigableger Eurowings und einer geplanten Billigtochter für die Langstrecke verdienen deutlich weniger als die Flugkapitäne der Lufthansa.

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