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Les Arc und La Plagne: Französische Retortenstädte erfreuen sich großer Beliebtheit

Die französischen Skiorte Les Arc und La Plagne erfreuen sich großer Beliebtheit – und das obwohl sie den etwas muffigen und altmodischen Stil der 1960er und 1970er Jahre versprühen. Bis heute ist die Architektur durch den Retortenbau dieser Jahrzehnte geprägt und ein quadratischer, brauner Hotelkomplex steht neben dem anderen – doch auch das hat seinen Charme!

Das Skigebiet in den französischen Alpen steht symbolisch für einen besonderen Abschnitt der Architekturgeschichte und Straßenzüge und Hotelkomplexe sind Zeugnisse dieser Zeit. Alles steht im Zeichen des kühlen Funktionalismus des Schweizer Architekten Le Corbusier, der Mitte des letzten Jahrhunderts diese Skiorte erschuf und seine Architekten prägte.

Das Resultat dieser Entwicklung ist ein Skivergnügen, das man mit Massen an anderen Touristen teilt. Vergessen sind die Berg-Idylle Tirols und die gemütlichen Kaminabende in Ischgl – in den französischen Skiorten wird einem das geboten, was den Franzosen von jeher gefallen hat: 'Ski aux pieds' – Skisport als Massenereignis, der einen in einen Sog zieht. Die beiden Skiorte bieten Platz für 100.000 Schneebegeisterte.

In den Retortenstädten ist alles nur einen Katzensprung entfernt: Vom Hotel direkt auf die Piste, abends direkt in die Aprés-Bars und Restaurants. Alles konzentriert sich auf das wohl organisierte Leben zwischen den Hotelbauten. Die Größe birgt auch viele Vorteile: Wenn es viele Menschen gibt, denen muss man etwas bieten, also sind in den letzten Jahrzehnten 425 Pistenkilometer ausgebaut worden und der Gast kann aus unterschiedlich schwierigen Abschnitten auswählen.

Quelle: faz.net
Bild: Philippe de Chabot (Flickr)

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