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Shanghai: Im Todessimulator den Tod erleben

  • Friedrich Faltenbalg / Twitter

In Shanghai können Touristen jetzt eine Nahtoderfahrung machen und wiedergeboren werden: Zwei chinesische Unternehmer haben ein Live-Rollenspiel entwickelt, bei dem man am Ende im Todessimulator stirbt. Das ganze Spektakel soll 30 Euro kosten. "Samadhi - 4D Experience of Death" heißt der Simulator und wird im September eröffnet.

Ding Rui und Huang Wei-ping heißen die Herren, die diese Idee hatten. Sie betreiben zusammen ein Organisation, die Sterbebegleitung für Krebskranke anbietet. Und die Erfahrungen, die sie in dem Job sammelten, ließen sie in ihr Live-Rollenspiel einfließen: "Das Traurigste an dem Job ist nicht, die Patienten sterben zu sehen, sondern dass sich ihre Familien nicht mit dem Tod auseinandersetzen wollen." Und schon war die Idee zu dem Rollenspiel geboren.

Bei dem Live-Rollenspiel müssen die Teilnehmer mehrere Prüfungen überstehen. Aber eigentlich haben sie keine Chance, denn dass sie am Ende sterben, das steht schon vorher fest. Anschließend gibt es eine vorgetäuschte Einäscherung in einem Krematorium. Durch Lichteffekte und Heißluft wird es so realistisch wie möglich dargestellt. Und anschließend steckt man in einer künstlichen Gebärmutter und wird wiedergeboren.

Die beiden chinesischen Entwickler wollen Menschen dazu anregen, mehr über den Tod nachzudenken und Fragen nach dem Sinn des Lebens zu stellen. Ding und Huang waren sich erst nicht sicher, ob das Angebot angenommen wird. Allerdings haben sie eine Crowdfunding-Aktion gestartet und dabei sei das Interesse sehr groß gewesen.

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