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Schwimmendes Dorf in China

Die sogenannten "Boat People" leben in China vor der Küste auf kleinen Schiffen beziehungsweise Booten, die auch ihr zu Hause sind und damit eigentlich Hausboote genannt werden können. Die Fischer und ihre Familien kommen nicht an Land, weil sie mit der modernen Welt nichts zu tun haben möchten. Stattdessen können sie ihre Geschichte viele hundert Jahre zurück verfolgen und leben die alten Traditionen.

Ungefähr 7000 Menschen leben in dem schwimmenden Dorf in der Provinz Fujian. Das liegt im Südosten Chinas, wo die Boatpeople, die auch "Zigeuner des Meeres" genannt werden, in den schwimmenden Holzhäusern leben und arbeiten.

Eigentlich heißen sie auch Tankas und mittlerweile leben viele Angehörige dieser Minderheit tatsächlich doch auf dem Festland. In China gibt es Gerüchte und Mythen rund um die Tankas, zu denen auch die Zuschreibung besonderer Fähigkeiten liegt. Sie könnten drei Tage ohne Luft zu holen im Wasser überlegen, weil sie von den Seeschlangen abstammen. Solche und ähnliche Geschichten entstehen wohl immer und überall dort, wo Minderheiten vertreten sind.

Die Boat People wurden immer wieder mit Neugier von den Chinesen oder von Einwanderern beobachtet, die ihre besonderen Verhaltensweisen notierten und feststellten, dass die Tankas eine ganz andere Sprache sprechen, als die Chinesen auf dem Festland. Es gibt keine große Verwandtschaft zwischen den beiden Gruppen und es wurde festgestellt, dass die Ursprünge der Tankas nicht die gleichen sind wie die der Menschen, die traditionell auf dem Festland leben.

Auffällig ist außerdem, dass unter den Tankas bestimmte genetische Krankheiten häufiger vertreten sind, als in anderen Bevölkerungsgruppen Chinas.

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