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Schweinegrippe: Das sollten Reisende wissen

Das Thema der letzten Tage in sämtlichen Medien war und ist die Schweinegrippe. Zum Teil widersprüchliche Meldungen über die Gefährlichkeit der Infektion und über Fälle von Ansteckungen in Deutschland haben sicherlich viele Menschen verunsichert. Fest steht, dass die Pandemie eine Gefahr darstellt, schließlich sind bereits Menschen gestorben. Wir haben die wichtigsten Informationen und den Stand der Dinge zusammengetragen für all diejenigen, die trotzdem auf eine Reise nach Mexiko gehen wollen.

Das Auswärtige Amt rät zwar von "nicht unbedingt erforderlichen Reisen" nach Mexiko dringend ab, doch lässt sich davon nur ein geringer Teil der Urlaubswilligen abschrecken. Auf der Halbinsel Yucatan, einem Haupturlaubsziel Mexikos, gab es bislang noch keinen Fall einer Infektion. Nach Mexiko-Stadt jedoch, dem mutmaßlichen Geburtsort des Erregers, reisen im Augenblick nur die allerwenigsten. Egal wohin man nun in Mexiko reist, einen Mundschutz und Medikamente sollte man im Reisegepäck haben. Einige einfache Verhaltensmaßregeln vermindern das Infektionsrisiko. So sollte man sich regelmäßig die Hände waschen, Menschenansammlungen und natürlich den engen Kontakt zu Kranken vermeiden, raten Reisemediziner. Der Erreger überträgt sich durch Tröpfcheninfektion, also durch Husten, Niesen, Umarmen, Küssen oder ähnliches. Bei einer Erkrankung treten Symptome auf, die einer einfachen Grippe ganz ähnlich sind: Appetitlosigkeit, Fieber, Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Schnupfen, Husten und Atemnot.

Fluggesellschaften geben bei der Landung auf deutschen Flughäfen von Passagieren aus Mexiko und den USA Informationsblätter des Bundesgesundheitsministeriums aus, worauf die Symptome einer Erkrankung an der Schweinegrippe beschrieben werden. Auf den Flügen in beiden Richtungen über den Ozean nehmen einige Fluggesellschaften Ärzte mit an Bord, die den Passagieren für Fragen zur Verfügung stehen und nach Symptomen unter den Anwesenden Ausschau halten.

Die Reisveranstalter reagieren mit Angeboten zur Stornierung oder Umbuchung auf die Pandemie. Allerdings beruht dieses Gebaren auf Kulanz, denn eine formale Reisewarnung ist die Empfehlung des Auswärtigen Amtes nicht und somit besteht auch rechtlich für den Kunden kein Anspruch auf kostenfreien Rücktritt vom Reisevertrag. Rundreisen durch Mexiko haben alle großen Anbieter bis auf weiteres ausgesetzt und auch Aufenthalte in Mexiko-Stadt werden von einigen im Augenblick nicht angeboten. Yucatan jedoch bleibt bei vielen Reiseveranstaltern weiterhin im Angebot und wird auch noch von vielen Urlaubern angeflogen.

Quelle: sueddeutsche.de, gloobi.de, welt.de
Bild: Eneas de Troya (Flickr) Creativity103 (Flickr)

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