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Schloss Bran in Transsilvanien - Graf Draculas Zuhause

Der blutsaugende Graf Dracula wohnte in Rumänien, genauer gesagt in Transsilvanien oder Siebenbürgen, wie es heute heißt. Und er hatte ein Schloss, in dem er sein Unwesen trieb. Wer eine Reise nach Siebenbürgern macht, dem wird das Schloss Bran gerne als Wohnort des Grafen Dracula vorgestellt. Wir erzählen hier mehr über den Prachtbau.

    Lady of the Castles / Twitter

Es ist eine Touristenattraktion, jährlich pilgern viele Städtereisenden nach Osteuropa, um die Gemäuer zu besichtigen. Gerne wird das Schloss Bran als Ort, an dem Graf Dracula gelebt hat, vorgestellt. Das liegt daran, dass der Prachtbau dem in Bram Stokers Roman über Graf Dracula beschrieben Schloss sehr ähnelt.

Die Historie

Im deutschen heißt das Schloss Törzburg, genau wie der Ort, in dem es liegt. Erwähnt wurde diese Stadt zum ersten Mal im Jahre 1357 und zwanzig Jahre später begann der Bau dieses Schlosses. Seitdem ist dort einiges passiert. Die Türken belagerten das Schloss im Jahr 1436. Über 50 Jahre später nahm der nahe gelegene Ort Kronstadt die Schlossburg in seinen Besitz und man konnte sich erfolgreich gegen walachsiche Truppen wehren.

Viele Kämpfe um das Schloss

Ein Feuer brach im Jahr 1593 aus, ohne Verschulden eines Menschen. Im Schießturm hatte sich Schießpulver selbst entzündet und er brannte nieder. Danach kam es immer wieder zu Belagerung. 1595 fiel der siebenbürgische Fürst Sigismund Báthory in die Stadt Törzburg, im Schlepptau hatte eine Armee von 40 000 Mann. Sein Ziel war es, dem in der Stadt herrschenden Kampf entscheidend zu beeinflussen und den Burgherren von Schloss Bran zu Hilfe zu kommen. Im Jahr 1600 versuchte es dann der Feldherr Nicolae Patrascu mit seiner Armee, die Burg zu erobern. 1612 wurde sie dann kampflos an Fürst Gabriel Bathory. Der verlor sie dann 1660 an General Mikes Mihaly. Und im Jahr 1789 versuchten es erneut die Türken, wieder ohne Erfolg.

Heute Touristenattraktion

Vom 19. Jahrhundert gibt es wenig Überlieferungen über die Burg, sie nahm damals an Bedeutung ab. Erst im ersten Weltkrieg war sie wieder Thema, als rumänische Truppen 1916 das Schloss eroberten. Als sich Siebenbürgern Rumänien anschloss, bekam Königin Maria Schloss Bran von der Stadt Kronstadt am 1. Dezember 1920 geschenkt. Und als das Land nach dem zweiten Weltkrieg kommunistisch wurde, bekam die Burg einen neuen Anstrich als Touristenattraktion. Um noch mal auf das Thema Dracula zurückzukommen. Das historische Vorbild für die Figur des blutsaugenden Fürsten und angeblichen Vampirs, Vlad III. Draculea, soll angeblich nie in Schloss Bran gewesen sein.

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