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Schlemmerwanderung im Schwarzwald: Schlemmen im Wald

Eine kulinarische Wanderführung ist nicht nur etwas für den Gaumen, sondern auch noch für alle anderen Sinne. Man lernet Wald und Wiesen kennen und macht Bekanntschaft mit den mannigfaltigen Kräutern, die es in Deutschland gibt und die viele Sterneköche für ihre Menüs benutzen. Eine Schlemmerwanderung im Schwarzwald ist ein tolle Erlebnis.

    http://www.baiersbronn.de/themen/216/de/taid 5717/themen.html

Kräuter kennenlernen

Man ahnt ja kaum, welche schmackhaften Kräuter sich am Wegesrand befinden. Viele halten es für Unkraut, aber für den Sternekoch ist es eine Delikatesse. Bei einer Schlemmerwanderung im Schwarzwald kann man all diese Leckereien kennenlernen, mit denen so mancher Bocuse seine Menus verfeinert. Bei diesen ganz speziellen Wanderungen geht der Koch voran. Und ein Gaumenschmaus zum Abschluss rundet das Ganze ab.

In Baiersbronn gibt es zuhauf Sternenköche. Insgesamt hat die Gemeinde sieben Sterne, das ist die größte Sternendichte in Deutschland. Friedrich Klumpp ist einer dieser Küchenchefs, die jeden Abend unzählige feine Menus kreieren und damit die Restaurantgäste verwöhnen. Aber der Koch macht auch den Wanderführer bei Schlemmerwanderungen.

Dabei führt er die Teilnehmer in die Kräuterkunde ein. Was viele für Unkraut halten, ist in Wahrheit ein sehr wertvolles Kraut. Spitzwegerich, Brunnenkresse, Wiesenklee, Frauenmantel, all diese Kräuter pflückt Klumpp und erklärt den Wanderern, was man damit in der Küche alles anstellen kann.

Nach einer kurzen Pause mit einem Glas Sekt mit Holunderblütensaft zur Stärkung geht es dann weiter. Friedrich Klumpp mischt derweil Kräuter mit Schmand und zaubert so einen schmackhaften Brotaufstrich. Er nutzt dafür Brunnenkresse. "Die hat eine frische Schärfe wie Meerrettich, da muss man aufpassen, dass man nicht zu viel nimmt. Wenn man das dann auf Walnussbrot streicht, ist es ein Genuss."

Manche Kräuter sind auch giftig

Aber nicht jedes Kraut sollte bedenkenlos gepflückt und gegessen werden. Manche seien auch in großen Mengen giftig, warnt Klumpp. Am Ende der Schlemmerwanderung im Schwarzwald gibt es dann Rinderfiletsülze vom Baiersbronner Rind und Hirschschinken. Bestrichen ist dies mit einer aus dem Rosengewächs Mädesüß aromatisierten Sahne. Viele Sternenköche aus dem Schwarzwald bieten diese Wanderungen an. Und die 550 Kilometer Wanderwege von Baiersbronn bieten dafür eine tolle Kulisse.

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