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Saint Pierre et Miquelon: Frankreich mitten in Nordamerika

Vom so genannten `Nouvelle-France`, dem Frankreich in Nordamerika sind heute nur noch ein paar einzelne Inseln geblieben. Hier gibt es noch heute die echte Zwiebelsuppe, wie sie in der französischen Republik bekannt ist. Es gibt nur vereinzelte Inselchen von Saint-Pierre et Miquelon, die direkt vor Kanada gelegen sind. Wen es in Kanada also nach einer Zwiebelsuppe gelüstet, der kann sich einfach in ein kleines Motorboot setzen und ist in Kürze in Frankreich, wo diese Spezialität wie selbstverständlich angeboten wird.

Der kulinarische französische Himmel tut sich hier all jenen auf, die die kleine Strecke übers Wasser auf sich nehmen und sich die Genüsse aus Europa schmecken lassen wollen. Passend nennt sich der Platz `General de Gaulle` und jeder der Gäste ist in einem Teil Frankreichs gelandet. Nicht umsonst zählt dieses Erlebnis in Amerika zu den absoluten Reisetipps, da der Quantensprung zwischen den Kulturen hier wirklich groß ist. Dabei ist das nun nur noch 242 Quadratmeter umfassende Gebiet mit sieben Inseln zur Zeit noch ein echter Geheimtipp, amtlich nennt sich die Region Saint-Pierre et Miquelon und die Polizisten heißen Flics.

Als Landeswährung ist auf diesem Breitengrad der Euro aktuell und so haben auch die Autos natürlicherweise ihre französischen Nummernschilder. Wer hier lebt, kassiert mit 60 Jahren die Altersrente aus Frankreich wie viele ihrer Genossen rund um Paris es ebenfalls tun. Einzig unterschiedlich ist hier wohl die Lage des Mini-Teils von Frankreich, denn man hat direkte Sicht auf Neufundland. Gegründet von französischen Siedlern leben ihre Nachkommen seit dem 17. Jahrhundert auf dieser Inselgruppe. Nach dem Frieden von Paris war es einzig dieser Inselstaat, der Frankreich in Nordamerika noch repräsentierte.

Quelle: derstandard.at
Bild: miquelon (Flickr)

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