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Rynair darf für Kartenzahlung keine Gebühren erheben

Ryanair musste jetzt eine Niederlage vor Gericht hinnehmen und darf in Zukunft nicht mehr auf jeden Kauf eines Tickets Gebühren für die Kartenzahlung verlangen. Nach einem Bericht von Welt Online hatten Verbraucherschützer dagegen geklagt, dass Ryanair eine Gebühr von vier Euro für die Zahlung per Kreditkarte pro Fahrgast und Strecke veranschlagt.

Das Kammergericht Berlin erklärte das bisherige Vorgehen für unzulässig. Die Richter sahen keine echte Gegenleistung für den Kostenaufwand erbracht und waren der Ansicht, dass den Kunden zumindest eine Möglichkeit gegeben werden muss, ohne weitere Kosten ihre Rechnung zu zahlen.

Ryanair will gegen das Urteil Revision einlegen und verwies schon im Vorfeld auf die Möglichkeit kostenfrei mit der Visa-Electron-Karte zu zahlen. Doch die wenigsten besitzen eine Visa-Electron-Karte, die in etwa wie eine normale Bankkarte funktioniert und für eine Jahresgebühr von 40 bis zu 100 € anzuschaffen ist.

Ryanair gerät immer wieder durch die skurrilen Methoden und Ideen des Inhabers Michael O’Leary, um Geld einzusparen, in die Schlagzeilen. Aber nicht nur Ryanair steht in der Kritik der Verbraucherschutzzentralen.

Bereits 50 Abmahn- und Klageverfahren sind durch den Dachverband der Verbraucherschützer seit 2006 gegen zahlreiche Fluggesellschaften eingereicht worden. Das Verbot den Ticketkauf mit Gebühren für die Kartenzahlung zu belasten, dürfte da nur der Anfang in einer Reihe von Gerichtsurteilen zugunsten der Passagiere sein.

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