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Ryanair streicht Flüge aus Deutschland

Der irische Billigflieger Ryanair ist ziemlich angefressen wegen der neu erhobenen Luftverkehrsabgabe in Deutschland und reagiert darauf mit einem deutliche geringeren Flugplan. Neun Verbindungen vom Flughafen Frankfurt-Hahn werden ersatzlos gestrichen.

Vor allem Pilger nach Santiago de Compostella müssen nun auf eine Rückreise zum Flughafen Frankfurt-Hahn verzichten und umbuchen. Der nordspanische Wallfahrtsort und der kleine Flughafen vor Frankfurt wird nicht mehr mit Ryanair-Maschinen verbunden sein. Aber noch weitere Destinationen sind betroffen.

Im Januar schon wird es nicht mehr möglich sein, aus dem Hunsrück nach Berlin zu fliegen, vermeldet die Online-Ausgabe der Frankfurter Rundschau. Ab Sommer 2011 werden dann nicht mehr die Flughäfen in Agadir, Breslau, Danzig, Göteborg, Klagenfurt, Sevilla und Prag angeflogen. Insgesamt neun Linien fallen damit aus dem Programm. Die Zahl der wöchentliche Flüge sinke damit um 150 auf 382 Flüge. Das teilte Ryanair nun mit.

Ryanair begründet diesen radikalen Einschnitt mit der geplanten Luftverkehrsabgabe der Bundesregierung. Damit werde ein Rückgang der Nachfrage einhergehen. Denn Ryanair-Kunden würden besonders auf den Preis schauen. Ryanair-Geschäftsführer Michael Cawley sagte, dass er nicht damit rechne, dass Kunden bereit seien, einen Aufschlag von acht Euro oder einen Aufschlag von 16 Euro für Inlandsflüge zu bezahlen.

Nun wird gemutmaßt, dass die Fluggesellschaft spekuliert, dass ihr die Gebühren ersetzt werden und sie somit nicht vom Kunden erhoben werden müssen. Denn Ryanair weist immer wieder darauf hin, dass nicht nur Flüge sondern auch 1.000 Arbeitsplätze wegfallen würden. Aus Irland sei aber zu hören, dass man die Bundesregierung nicht unter Druck setzen wolle. Auch wenn Ryanair jetzt ankündigte, neun Verbindungen vom Flughafen Frankfurt-Haan ersatzlos zu streichen.

Bild: Ryanair, Flughafen Frankfurt-Hahn

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