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Ryanair: Passagiere streiken

Weil ein Flug der Billigfluglinie Ryanair erst mit drei Stunden Verspätung abhob und dann auch noch auf dem falschen Flughafen landete, traten 100 Passagiere in den Streik und verließen den Flieger nicht. Erst nach vier Stunden war die Situation geklärt.

So etwas gab es wohl noch nie in der Geschichte der bemannten Luftfahrt. Passagiere streikten und besetzten die Maschine. Den Urlaubern platzte der Kragen, weil bei Ryanair einiges nicht rund lief. Ein Flieger der Billigflug-Linie startete erst mit dreistündiger Verspätung im marrokanischen Fes. Und anstatt Paris anzusteuern, landete der Pilot die Maschine kurz vor Mitternacht im belgischen Lüttich.

Da hatten die Passagiere die Nase voll. Sie weigerten sich, den Flieger zu verlassen. Es handelte sich dabei fast ausschließlich um französische Touristen, wie WELT online vermeldet. Von der Besatzung wurden sie im abgedunkelten Raum ohne Getränke und mit verschlossenen Toiletten zurückgelassen. Die Piloten ließen stattdessen demonstrativ das Cockpit offen stehen.

Erst nach vier Stunden Verhandlung konnten die Streikenden dazu bewegt werden, das Flugzeug zu verlassen und im Flughafengebäude auf einen Bus zu warten, der sie nach Paris bringen sollte. Ryanair nannte das Verhalten der Passagiere 'unvernünftig'. 'Es war eine reine Vorsichtsmaßnahme. Der Flughafen in Paris war wegen Nebels geschlossen, alle Flüge wurden nach Lüttich umgeleitet', sagte Ryanair-Sprecher Stephen McNamara. Ob die Billigfluglinie Ryanair aufgrund dieses Streiks der Passagiere, ihr Geschäftsgebahren mit immer neuen Sparmodellen mal überdenkt, darf bezweifelt werden.

Bild: Ryanair, Website Attac

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