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Ruhig Reisen: Asiatische Airline verbannt Kinder aus dem Flieger

Sie können nerven die lieben Kleinen, zum Beispiel im Flugzeug. Kinder toben herum, weinen und treten gegen die Vordersitze. Alles in allem: Sie machen Lärm und viele Flugpassagiere nervt das.

Die asiatische Billig-Airline "Scoot" greift das Problem auf und bietet gegen Aufpreis kinderfreie Zonen im Flieger. Bestimmte Sitzreihen im hinteren Teil des Flugzeugs werden für Passagiere unter 12 Jahren einfach gesperrt. Fluggäste die es ruhig mögen, zahlen einen Aufpreis von 13,50 Euro und fliegen ganz ohne Kinderlärm. Dieser Bereich im Flieger nennt sich "ScootSilence" und umfasst 41 Plätze. Neben der Ruhe wird auch mehr Beinfreiheit als in der Economy Class geboten.

Die Billig-Tochter von Singapore Airlines ist aber nicht die erste Fluggesellschaft, die kinderlose Bereiche anbietet. Schon vor zwei Jahren hat Malaysia Airlines Kinder erst aus der Ersten Klasse verbannt und im letzten Jahr dann das komplette Oberdeck ihres Riesenjets Typ Airbus A 380 zur kinderfreien Zone erklärt. Die Airline argumentierte damit, dass es im Hauptdeck viel mehr Toiletten geben würde und Familien mit Kindern auch schneller ein- und aussteigen könnten. Der malaysische Billigflieger Air Asia X zog im Februar 2013 nach und sperrte die ersten sieben Reihen der Economy-Class für Kinder unter zwölf Jahren. Auch hier müssen Fluggäste für "Frieden und Stille" einen Aufpreis zahlen.

Kinderfreie Bereiche im Flugzeug sind bisher noch ein asiatisches Phänomen, deutsche Fluggesellschaften bestreiten derartige Pläne. Eine Sprecherin von Air Berlin sagte: "Bei uns gibt es keinerlei Überlegungen in diese Richtung. Wir werden weiterhin ein vielfältiges Angebot für Familien mit Kindern aller Altersstufen anbieten." Auch bei der Lufthansa gäbe es keine Tabu-Zonen für Kinder und "Das ist auch nicht geplant."

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