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Rote Lippen soll man küssen - Lippenstiftmuseum in Berlin

In der Helmstedter Straße 16 im Berliner Stadtteil Wilmersdorf geht’s rund um das Thema Lippenstift, wer also Lust auf eine wunderbare Zeitreise und auf einen netten Plausch hat, der ist bei Starvisagist René Koch an der richtigen Adresse. Denn der prominente Mann vom Fach hat hier in seiner Privatwohnung das weltweit erste und einzige Lippenstiftmuseum gegründet.

Zunächst für Ortsfremde nicht leicht zu entdecken, in einer Seitenstrasse liegt ganz unscheinbar, im zweiten Stock einer Gründerzeit Villa, das Museum. Visagist René Koch ist in Visagistenkreisen weltweit bekannt, er hat Joan Collins, Shirley Bassey und viele weitere Stars verschönert, aber auch eine besondere Schminktechnik, das Camouflagen für Brandopfer, erfunden. Sein Name wird häufig in einem Atemzug mit Starfriseur Udo Walz genannt, die beiden arbeiten eng zusammen. Bereitwillig erzählt der Eigentümer von seinem bewegten Leben, gerne auch bei einem netten Dinner, was Besucher vorreservieren können.

In heimeliger Atmosphäre lässt sich einiges über Kosmetik und Lippenstifte erfahren, sowie über deren Geschichte und Herkunft. Die ersten Vorreiter des heutigen Lippenstifts wurden schon bereits im alten Ägypten verwendet, damals bemalten sich die Frauen mit roter Erde ihre Münder, aber die ersten wirklichen Lippenstifte wie wir sie heute kennen, gab es erst im 19. Jahrhundert. Jedoch war die Handhabung sicherlich alles andere als einfach. Denn sie waren schlicht in Papier gewinkelt und sie waren hart wie Malkreide. In den 1920er Jahren wurde dann eine Lippenstifthülse inklusive Knopf zum ein- und ausfahren erfunden. Das Lippenstiftmuseum Berlin hält viele einzigartige Schätzchen und deren Geschichten parat. Interessierte Bescher sollten sich vorher telefonisch anmelden unter 030/8542829, die Öffnungszeiten sind samstags von 14 bis 18 Uhr.

Quelle:zeit.de
Bild:Klicker (Pixelio)

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