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Robin Hood auf den Fersen: Wandern im Süden Englands

Wanderfreunde aufgepasst! Englands Süden hat es in sich. Die zerklüftete Küstenlandschaft, die urigen Fischerdörfchen und die romantischen Märchenwälder Cornwalls lassen den Alltag schnell vergessen! Also los, Rucksack aufgesetzt und Trekkingschuhe geschnürt, und ab geht's in das Wanderabenteuer an der Südspitze Großbritanniens

Auf dem South West Coast Path zeigt sich Cornwall von seiner schönsten Seite. Der "Königswanderweg" ist ganze 1020 Kilometer lang, es geht von Minehead bis fast nach Poole. Und das Ganze kann man sich als Durchschnittswanderer in rund acht Wochen auf festem Schuhwerk selbst erlaufen, vorbei an Kreide- und Schieferfelsen, durch raue Küstenlandschaft mit Blick auf die schäumende Gischt und inmitten von orange bemoosten und Heidekraut-bewachsenen Hügeln…

Auf den plattgelaufenen Pfaden der vielseitigen Etappen haben schon Schmuggler, Piraten und Soldaten ihre Fußabdrücke hinterlassen, und an den Klippen ist schon so manches Schiff zerschellt. Etliche Wracks verrotten unter den steilen Küstenwänden Cornwalls, vor allem am Leuchtturm beim Hartland Point, und Karten verzeichnen, wo die Überreste bestaunt werden können. Bei einem nahrhaften Fisherman's Snack, bestehend aus Lauchsuppe, Brötchen, Käse, kann man dann des Abends den Gruselgeschichten über kenternde Schiffe lauschen…

Auf der Etappe von Newquay nach Porthcothan kommen Surfbegeisterte und Hobbykiter ganz auf ihre Kosten. Der breite Strand und die grünblaue See des Towan Beachs sind genau das Richtige für Brettersüchtige! Die Wanderung auf dem Küstenpfad ist hier abschnittsweise fast ein gemütlicher Spaziergang. Was man von der nächsten Strecke zwischen Coverack zum Lizard Point nicht gerade behaupten kann: Hier ist bergsteigerähnliches Kraxeln angesagt! Doch wird man auch hier mit der atemberaubend schönen Tier- und Pflanzenwelt Englands belohnt…

Last but not least: Auf der letzten Etappe rund um die Isle of Portland wimmelt es von Kalksteinfelsen, Hafenanlagen und vor allem Steinbrüchen. Hier ist man stolz auf die Tatsache, dass halb London aus den Steinen von Dorset gemeißelt ist!

Auf den Wanderwegen durch den Süden Englands ist Eile mit Weile geboten. Die "Teetime" sollte in jeden Fall als landestypische Sitte eingehalten werden! Mit Muße und englischer Gemütlichkeit kann der Naturfreund dann genüsslich eins werden mit der Landschaft, ganz nach dem Motto "back to the roots": Viele der Wanderfreunde, die in Englands Süden kommen, ziehen dem weichen Daunenbett Rucksack, Zelt und Kochgeschirr vor. Doch am Wegesrand findet sich auch immer wieder ein Bed & Breakfast mit heißer Dusche und ein wenig Zugang zur Zivilisation…

Quelle: spiegel.de, wandern.de
Bild: Johanna Garlike (Flickr)

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