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Rijksmuseum Amsterdam: Wiedereröffnung nach Renovierung

Nach zehnjährigen Renovierungsarbeiten erstrahlt das weltberühmte Amsterdamer Rijksmuseum in neuer Pracht und öffnet ab Samstag wieder seine Türen. Museumsdirektor Wim Pijbes erklärt, das Museumsgebäude sei nach Plänen der spanischen Architekten Antonio Cruz und Antonio Ortiz für rund 375 Millionen Euro aufwendig restauriert, umgebaut und für den erhöhen Besucherstrom des 21. Jahrhunderts fit gemacht worden.

Der Museumsbau von Pierre Cuypers wurde 1885 eröffnet und ist ein neogotisches Gebäude mit stark katholischer Prägung. Bei der Ehrengalerie handelt es sich um eine Art Basilika, an deren Ende befindet sich jedoch keine christliche Darstellung, sondern Rembrandts Nachtwache. Das Meisterwerk musste während der Restaurationsarbeiten umziehen und konnte nun, nach zehn Jahren, endlich an seinen Platz im Museum zurückkehren. Weitere Schätze des Rijksmuseums sind Gemälde von großen Meistern wie Jan Vermeer, Frans Hals oder auch Jan Steen.

Die neue Museumsgestaltung ordnet nicht mehr thematisch, sondern in chronologischer Reihenfolge. "Im alten Museum gab es einen Saal für Malerei, einen anderen für Glasarbeiten, wieder einen anderen für Silberschmuck. Im neuen Museum bewegt man sich quer durch die Epochen. Ziel ist, dass der Besucher ein Gefühl für die Schönheit der niederländischen Kunst und den Wandel der Zeit bekommt."

Das Museum zeigt seinen Besuchern 800 Jahre niederländischer Geschichte: 80 Säle beherbergen 8.000 Exponate, beginnend beim Mittelalter. Zu sehen gibt es aber auch eine Sammlung asiatischer Kunst mit Exponaten aus Indien, Japan und China. Die Direktion des Rijksmuseums erhofft sich nach der Restaurierung im Jahr zwei Millionen Besucher.

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