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Reiturlaub in den Pyrenäen

Die Pyrenäen bilden die natürliche Grenze zwischen der iberischen Halbinsel und dem restlichen Europa, zwischen Spanien und Frankreich. Der Gebirgszug erstreckt sich vom Atlantischen Ozean im Westen bis zum Mittelmeer im Osten und seine vergletscherten Gipfeln reichen bis auf eine Höhe von 3404 Metern (Pico de Aneto) in den Himmel. In dieser Region leben nur wenige Menschen, bekannt sind vor allem die Bilder der alljährlichen Tour de France, wenn sich die Radrennfahrer die Straßen der Pyrenäenpässe hochquälen.

Weniger qualvoll, dafür mit viel Ruhe und der Zeit die wunderschöne Landschaft zu genießen, geht es in einem Reiturlaub durch die Landschaft um den Zwergstaat Andorra. Auf dem Rücken eines Pferdes durch die Pyrenäen zu reisen, das bedeutet keineswegs im gestreckten Galopp dahin zu preschen, sondern eher im gemächlichen Schritt die oftmals schmalen Pfade bergan oder bergab zu schreiten. Dabei bleibt viel Zeit, um das Panorama aufzusaugen.

Die Pyrenäen zeigen sich dem Besucher stets von ihrer ursprünglichen Seite. Der Tourismus ist hier nur schwach ausgeprägt, außer den Radfans im Sommer und den Wintersportlern, die in Andorra die Skier anschnallen wollen, gibt es hier kaum Urlauber. So hat sich das Land seine rauhe, natürliche Seite bewahren können. Auf den Reiterrouten kommt man zwangsläufig durch verträumte Täler, in denen Schafe weiden.

In der Höhe, auf den Rücken eines Berggrats, hat man herrliche Aussicht über die grünen Hänge und das Gefühl, die nahe hängenden Wolken mit den Händen greifen zu können. Früher nutzten Schmuggler die verschlungenen Bergpfade in dem Gebirge, heute trifft man vereinzelt auf einige Bergbauern, die ihre Schweine über einen Pass treiben. Die Sommer können heiß werden hier, und die kleinen Ortschaften in den kühlen Tälern passen ihr Lebenstempo der Hitze und dem ehrfurchtsgebietenden Anblick der majestätischen Gipfel an. Hektisch wird es hier allerhöchstens mal beim Pelote, dem Lieblingsspiel der baskischen Bevölkerung, bei dem ein Ball gegen eine Wand geschleudert und anschließend wieder aufgefangen werden muss. Wenn die Pferde mal ein wenig Ruhe brauchen, kann man sich diesen Sport im Schatten eines Baumes bei einem Glas Rotwein so anschauen, wie man hier eigentlich alles tut: Ganz gemütlich.

Quelle: n-tv.de
Bild: Jule_Berlin (Flickr)

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