Excite

Tunesien und Ägypten: Reiserücktritt möglich?

Die Fälle Ägypten und Tunesien zeigen es: Ein beliebtes Urlaubsland kann schnell von politischen Unruhen eingeholt werden und im Chaos versinken. Ohne das Schicksal vieler Ägypter und Tunesier vor Ort zu vergessen, müssen sich viele Urlauber zwangsläufig die Frage stellen, ob ihre Reise noch sicher ist. Unklarheit herrscht oftmals über die Frage, ob es in solchen Situationen einen Rechtsanspruch auf einen kostenlosen Reiserücktritt gibt oder ob der Urlauber auf den Kosten der nicht angetretenen Reise sitzen bleibt.

Die Antwort in diesem Fall ist recht einfach, wenn auch nicht für alle Urlauber befriedigend, denn viele Reiseunternehmen verlassen sich 100%ig auf die Angaben aus dem Auswärtigen Amt. Diese beinhalten jedoch unterschiedliche Kategorien und gemäß der Kategorie gibt es dann eine Rückerstattung oder nicht. Wenn beispielsweise nur eine Sicherheitswarnung oder eine Teilreisewarnung vorliegt, kommt es teilweise auch auf die Kulanz des Reiseunternehmens drauf an. Besteht hingegen eine ausdrückliche Reisewarnung, dann greift der Paragraphen 651 im BGB und alle Kosten müssen zurückerstattet werden.

Ist der Urlauber in dieser Situation bereits vor Ort, kann er eine frühere Heimreise beantragen, muss jedoch einen Teil der Kosten selber übernehmen, da er ja bereits die Reise angetreten hat. Eine weitere Ausnahme ist dann gegeben, wenn zum Zeitpunkt der Buchung bereits die extreme Reisewarnung vorlag, dann muss der Reisende – obwohl er vielleicht mit der Zeit Bedenken bekommen hat – in den sauren Apfel beißen und die Reise entweder antreten oder die Stornierungs- oder Umbuchungskosten selber tragen.

Quelle: reisenews-online.de
Bild: R G (Flickr)

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2020