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Reisen wie Kaiserin Sisi: Der "Majestic Imperator Train de Luxe"

Damals gab es noch keine Autobahnen oder Flugzeuge, lange Strecken musste die österreichische Kaiserin Elisabeth ("Sisi") mit ihrem Gemahl, dem Kaiser Franz Joseph I., mit dem Zug zurücklegen. Ihrem Stande angemessen fuhr ihre kaiserliche Hoheit natürlich nicht mit einer Bimmel-Alpen-Bahn, sondern mit dem kaiserlich und königlichem Hofzug. Ein ehemaliger Lokführer der Österreichischen Bundesbahn hat diesen Luxuszug nachbauen lassen.

Gottfried Rieck machte sich selbständig und begann schon 1992 damit, den ersten der mittlerweile zwölf Waggons nachzubauen, den Salon I. Mit den Originalplänen des Kaiserzugs aus dem 19. Jahrhundert wurden die Wagen mit moderner Technik bis ins kleinste Detail nachgebaut. Kostenpunkt pro Waggon: Zwischen 500 000 und 700 000 Euro. Dafür lebt das Flair der Kaiserzeit in den Zugwagen wieder auf und bietet die Möglichkeit einer nostalgischen Zeitreise, für Fans der späten Kaiserzeit ein unvergessliches Erlebnis.

Bis Oktober zuckelt der Luxuszug in aristokratischer Ruhe zwischen München und Füssen durch die Voralpenlandschaft des Allgäus. Eine Diesellok zieht die schwarzen Waggons durch die grünen Wiesen in Richtung Hochgebirge. Mittlerweile fährt der Kaiserzug im Linienverkehr zwischen München und Wien verschiedene Ziele an. Die Tour nach Füssen zum Beispiel hat Hohenschwagau zum Ziel, die Reisenden werden mit Kutschen zum Schloss gebracht und können von dort aus Schloss Neuschwanstein sehen. Während der Fahrt wird den Gästen von drei Köchen ein Menu zubereitet, dass der Spitzenkoch Harald Wolfahrt zusammengestellt hat. Zwischen wackelnden Champagner-Gläsern und den Gängen des Menüs mag sich dann so mancher Reisende wirklich wie ein Adliger am Hofe der berühmten Kaiserin in Wien fühlen.

Quelle: focus.de, burgenland.orf.at
Bild: Europazug

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