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Reisen nach Nordkorea: Es muss auf viele Dinge geachtet werden

Eine Reise nach Nordkorea ist sicherlich für abenteuerlustige Menschen spannend, aber vor Ort muss man sich auf Dinge einstellen, die man ansonsten nicht so gewohnt ist. Wir geben hier jetzt Tipps und Hinweise, falls Sie das Land unbedingt besuchen möchten. Insgesamt muss man aber sagen, dass von einer Reise eher abzuraten ist, weil viel Unvorhergesehenes und auch Unangenehmes passieren könnte. Außerdem sollten Touristen immer genügend Bargeld in Euro, US-Dollar oder Yuan dabei haben. Das Land akzeptiert keine Kreditkarten und Geldautomaten sind nicht vorhanden.

    frankstohl / Twitter

Schwer zugänglich

Für Ausländer ist Nordkorea eins der am schwersten zugänglichen Länder. Wer eine Reise dorthin macht, muss sich darauf einstellen, dass ständig ein Dolmetscher oder eine Kontrollperson dabei ist. Der einheimischen Bevölkerung ist der Kontakt mit Touristen untersagt. Individuell darf man das Land nicht bereisen. Wer die Hauptstadt verlassen möchte, muss sich schon eine Genehmigung holen.

Einreisebestimmungen

Ein Reisepass ist schon nötig, um die Grenzen des Landes überhaupt überschreiten zu können, ein vorläufiger reicht nicht aus. Auch ein Personalausweis wird nicht anerkannt. Wer Kinder mitnehmen möchte, muss dafür sorgen, dass diese einen eigenen Reisepass haben, der nach 2006 ausgestellt wurde. Alle Dokumente müssen beim Zeitpunkt der Einreise noch drei Monate gültig sein. Dazu brauchen deutsche Staatsangehörige ein Visum, dass bei der nordkoreanischen Botschaft in Berlin beantragt werden kann. Die Bearbeitungsdauer umfasst vier Wochen.

Das dürfen Sie mitnehmen

Nicht alle Gegenstände des täglichen Bedarfs werden von den Nordkoreanern gern gesehen. So kann es sein, dass ein Smartphone direkt einbehalten oder versiegelt wird, wenn nicht ein Vertrag mit einem nordkoreanischen Anbieter besteht. Bei Einreise deklarieren müssen Sie Fotoapparate, Radios, ausländische Publikationen, Mobiltelefone, Computer und andere GPS-fähige Geräte. Laptops und Kameras werden bei Einreise kontrolliert.

Das dürfen Sie nicht

Touristen müssen in Nordkorea aufpassen, was sie fotografieren. Mehrere US-Staatsbürger wurden schon festgenommen, weil sie die Vorschriften nicht beachtet haben. Auf militärische Anlagen, Bahnhöfe, Flughäfen, Hafenanlagen und Brücken sollten Sie Ihr Objektiv nicht richten. Auch Objekte, die das Image des Landes negativ beeinflussen, dürfen nicht auf Bild festgehalten werden, zum Beispiel ärmliche Teile der Innenstadt. Drogen jeglicher Art sollten Sie auf keinen Fall mitnehmen. Und das Ansprechen von Nordkoreanern könnte diese in arge Schwierigkeiten bringen.

Medizinische Versorgung und Lebensmittel

Die medizinische Versorgung dort ist wirklich nicht besonders gut. Vor Reiseantritt sollten Sie sich gegen Tetanus, Diphtherie und Polio sowie Hepatitis A impfen lassen. Wenn Sie länger bleiben wollen, empfiehlt sich auch eine Impfung gegen Hepatitis B, Tollwut, Japanische Enzephalitis und Typhus. Ein Schutz gegen Gelbfieber wird bei Einreise sowieso von Nordkorea gefordert. Und da in dem Land die Medikamente nicht gerade reichhaltig sind, sollten Sie ihre Reiseapotheke auffüllen. Trinken Sie außerdem nie Leitungswasser, sondern immer nur Wasser in Flaschen. Auch zum Zähneputzen sollten Sie es nutzen. Und Lebensmittel sollten vor Verzehr gekocht, geschält und desinfiziert werden. Und die Hände müssen immer mit Seife gewaschen und desinfiziert werden.

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