Eine Fahrradautobahn durch Berlin

Die Bahn soll von Kleinmachnow nach Steglitz führen und damit vor allem auch Berufstätigen ermöglichen, statt des Autos mit dem Rad zu fahren. Nicht einfach Fahrradfahren, denn die 13km lange Strecke wäre für viele als Frühsport dann doch etwas viel. Stattdessen sollen hier vor allem Elektroräder fahren, die das Pendeln erleichtern.

Der große Vorteil der Fahrradautobahn ist im Vergleich zu einer normalen Strecke natürlich erst einmal, dass sie nur für Fahrräder gedacht ist: Kein Slalom auf dem Bürgersteig aber auch kein riskantes Fahren auf der Straße. Außerdem führt die Strecke recht gerade durch die Stadt, denn sie wird über eine alte Bahntrasse geführt. Nach ähnlichem Prinzip wurden schon im Ruhrgebiet einzelne ehemalige Bahnstrecken begradigt und zu Rad- und Joggingwegen umgewandelt. Hier wird aber im Gegensatz zu anderen Modellprojekten in den Niederlanden und Dänemark der Verkehr auf der Bahn nicht explizit geregelt und ist einfach für den Freizeitverkehr freigegeben. Der Vorteil solcher Bahnen ist in jedem Fall, dass sie kreuzungsfrei sind und damit ein zügiges Tempo auf dem Rad ermöglichen.

In Berlin soll die neue Straße aber auch ein Ersatz sein für den Weg zur Arbeit im Auto. Deswegen sorgt man auch für Möglichkeiten, die meist sehr teuren Elektroräder an den Einstiegsstellen zur Fahrradautobahn sicher unterbringen zu können. Dazu könnten Fahrradgaragen aber auch bewachte Parkplätze die richtige Wahl sein. Ein wichtiger Gedanke wären eventuell auch "Tankstellen" für die Räder, damit nicht regelmäßig ausgerechnet auf der Strecke ein Rad liegen bleibt, sondern der Akku wieder aufgeladen werden kann.

Das Projekt soll zeigen, wie gut Elektromobilität in den Alltag integriert werden kann.

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