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Pünktlichkeitsstatistik: Deutsche Bahn ist 3,78 Millionen Minuten zu spät

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Verspätungen bei der Deutschen Bahn nimmt man ja schon im Vorfeld in Kauf, wenn man mal mit dem Zug fahren möchte, aber was die DB sich in 2013 leistete, ist ein Rekordwert: Laut Pünktlichkeitsstatistik verspäteten sich die Züge um 3,78 Millionen Minuten in dem Jahr im Fernverkehr. Nur 2010 kamen noch mehr Minuten Verspätung dazu. Damals waren es 3,81 Millionen Minuten.

Diese Verspätungsstatistik gab jetzt die Bundesregierung heraus, die Linksfraktion hatte eine entsprechende Anfrage gestellt. Demnach habe sich die Verspätung der Züge der DB von 2004 bis 2013 um 30 Prozent gesteigert. Es könnten sogar noch mehr Minuten Verspätungen, denn die Statistik zählt nur Verspätungen ab sechs Minuten.

Allerdings muss man im Nahverkehr noch länger warten. In 2013 verspäteten sich die Nahverkehrszüge um 12,01 Millionen Minuten. Das macht 600 000 Minuten mehr als im Jahr zuvor. Allerdings wiegt dies für die Fahrgäste nicht so schwer, weil es ja auch viel mehr Verbindungen als im Fernverkehr gibt. Außerdem gibt es hier eine klare Verbesserung zum Jahr 2004. Damals waren es satte 15,35 Millionen Minuten Verspätung im Nahverkehr.

Nun kann man sich den Spaß machen und die Minuten auf Jahre hochrechnen. Demnach kamen die Züge der Deutschen Bahn in 2013 sieben Jahre zu spät. Die Linksfraktion glaubt übrigens, eine Erklärung für den Verspätungs-Rekord der Deutschen Bahn zu haben: Die Bahn mache zusammen mit der Bundesregierung eine völlig falsche Investitionspolitik. Als Beispiel nannte die verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Sabine Leidig, das Projekt Stuttgart 21.

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